Walarich
auch: Walerich
französischer Name: Valéry
Gedenktag katholisch: 1. April
in Amiens: 12. Dezember (Rückführung der Gebeine)
Niederlegung der Gebeine: 2. April
Ankunft der Gebeine in der Quintinus-Basilika: 21. Mai
Übertragung der Gebeine ins Bertinus-Kloster: 24. August
Name bedeutet: W: der an der Walstatt Mächtige (althochdt.)
V: der Starke / aus dem Geschlecht der Valerier (latein.)
Walarich hörte von Kolumban und lebte zusammen mit einigen Gefährten ab 594 in dessen Kloster Luxeuil - im heutigen Luxeuil-les-Bains. 611 begab er sich mit einem Gefährten in die Einsamkeit von Leuconay - direkt über dem Mündungstrichter der Somme und an einer Quelle gelegen - und wirkte als Glaubensbote im Auftrag von Kolumban. Die Bevölkerung habe er zum Christentum bekehrt, indem er - wie später Bonifatius in Hessen - einen Baum hat fällen lassen, der von den Heiden verehrt wurde. Die Überlieferung berichtet, wie er einen Lahmen heilte.
615 gründete Walarich das Kloster in Leuconay - an der Stelle der heutigen Pfarrkirche in Saint-Valéry-sur-Somme. Es war aller Wahrscheinlichkeit nach das älteste Kloster im Bistum Amiens.
Über Walarichs Grab an der Stelle der Einsiedelei im damaligen Leuconay ließ Walarichs Schüler Blidmundus die Kapelle Saint-Valery errichten, die 1878 bis 1880 neu errichtet wurde und heute von einem Verein unterhalten wird. Walarichs Gebeine wurden von Hugenotten nach Corbie verschleppt und dann an einem 12. Dezember zurück in die Pfarrkirche nach Saint-Valéry-sur-Somme gebracht.
Das Wasser der Quelle an der Kapelle Saint-Valery habe Heilkraft bai Augenkrankheiten und helfe, die Treue von Paaren zu bewahren.
Das Kloster Luxeuil wurde 1790 in der Französischen Revolution aufgehoben, die Abteikirche St-Colomban ist jetzt Pfarrkirche, in den Klostergebäuden war eine Schule untergebracht, 2025 sollen sie zum Eventzentrum im Geist des Gründers umgestaltet werden. Das Kloster in Saint-Valéry-sur-Somme wurde ebanfalls in der Französischen Revolution aufgehoben, die Klostergebäude wurden verkauft, die Abteikirche wurde Pfarrkirche.
Patron
der Fischer
Die Freunde von St. Kolumban
informieren auf ihrer französischsprachigen
Webseite über das Kloster Luxeuil und Kolumban.
Die Pfarrkirche in Saint-Valéry-sur-Somme ist
normalerweisetäglich von 9 Uhr bis 18.30 Uhr - von Oktober bis März nur bis 17 Uhr - geöffnet. (2026)
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 09.06.2026
Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl.,
Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001
• Georges Meyer-Berkhoff aus Riedisheim in Frankreich, E-Mail vom 28. November 2025
• Infotafel an der Kapelle Saint-Valery in
Saint-Valéry-sur-Somme
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Chapelle_Saint-Valery_de_Saint-Valery-sur-Somme - abgerufen am 09.06.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_de_Saint-Valery-sur-Somme - abgerufen am 09.06.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.
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