Ökumenisches Heiligenlexikon

Aemilianus von Cogolla
auch: Cucullatus
deutsch: Emil

Gedenktag katholisch: 12. November
Name bedeutet: der Eifrige / aus dem Geschlecht der Ämilianer (latein.)
Priester, Einsiedler, Wundertäter
* 473 in Berceo in Spanien
† 12. November 574 in Nordspanien
Kartenskizze

Millán de la Cogalla lebte fast 40 Jahre lang erst als Einsiedler und Hirte, dann als Abt der Mönchsgruppe, die sich um ihn versammelt hatte, in der Höhle des Distercio-Gebirges. Er wirkte dann als Pfarrer in Vernejo und schließlich als Lehrer, bis er im Alter von über 100 Jahren starb. Schon zu Lebzeiten verbreiteten sich Berichte über zahlreiche von ihm gewirkte Wundertaten.

Nach der Vertreibung der Mauren aus Nordspanien im Jahr 923 ließen sich Mönche an seinem Grab nieder und gründeten das Doppelkloster San Millán de la Cogolla, heute eine der schönsten spanischen Klosteranlagen. 1835 verließen die Benediktiner das Kloster, 1878 übernahmen es Augustinermönche. Ein Künstler aus dem Süden entwarf eine Kirche in maurischem Stil, die 984 geweiht wurde und das Grab von Millán beherbergt.

Sarg von Millán de la Cogalla

Sarg von Millán de la Cogalla   

Attribute: als Hirt; als Abt auf Pferd mit Schwert in der Schlacht gegen Mauren

Martyrologium Romanum Flori-Legium





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München, 2001
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München, 1997
• Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen, bearb. u. erg. von Josef Gelmi. Tyrolia, Innsbruck, 1988


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