Gedenktag evangelisch: 5. Dezember
Name bedeutet: der ganz Weise (althochdt.)
Alois Henhöfer stammte aus einer katholischen Bauernfamilie. Nach dem Besuch
des Gymnasiums in Rastatt
begann er 1811 das Studium an der Universität Freiburg
und wurde 1815 zum katholischen Priester geweiht. Innere Zweifel und Kontakte
zur pietistischen Gemeinde Korntal
bei Stuttgart führten zu seiner Loslösung von der katholischen Kirche, ab 1823
wirkte er als evangelischer Pfarrer in Baden.
Er galt als volkstümlicher Prediger und fand große Anerkennung, dennoch hatte er
bis zuletzt die Sorge, ein unfruchtbarer Feigenbaum
zu sein. Die Jugend lag
ihm besonders am Herzen, in prophetischen Blicken sah er eine große Zeit des
Unglaubens hereinbrechen.
Seit 1830 kämpfte er in der unierten badischen Kirche für die lutherische Augsburgische Konfession und gegen die Einführung eines rationalistischen Katechismus. 1844 wurde er Vorstand des Vereins für Äußere Mission. Das Revolutionsjahr 1848 veranlasste Henhöfer und seine Freunde zur Errichtung von Waisen- und Rettungshäusern, auch zwei Diakonissenhäuser in Karlsruhe und Nonnenweier enstanden unter seiner Mitwirkung.
1856 verlieh ihm die Universität Heidelberg
die Ehrendoktorwürde, gewürdigt wurde er als der mutige Bekenner und Prediger
des lauteren Evangeliums
.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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