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Felix wurde 483 Papst. Er war der erste Papst nach dem Ende des weströmischen Kaisertums und stammte erstmals aus einer Senatorenfamilie. Sein Vater war Priester, auch er selbst wurde erst nach einer Ehe, aus der auch Kinder hervorgingen, KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. und wirkte als Diakon an der Kirche S. Paolo fuori le Mura.
Unter dem Einfluss des am Hof von Hunnenkönig Attila aufgewachsenen, 476 zum
König von Italien ausgerufenen Odoaker wurde Felix zum Papst gewählt. Er hat
erstmals eine Wahlanzeige an den Kaiserhof nach Byzanz - dem heutigen Ístanbul
- geschickt und diesen damit anerkannt. Aber er widerstand dem Henotikon
von
Kaiser Zenon - einem Erlass, mit dem dieser die Lehren des Konzils
von Chalkedon mit denen des Monophysitismus
versöhnen wollte - und erklärte die Bannung und Absetzung des Patriarchen
Akakios von Byzanz, der diesen Erlass verfasst hatte. Dadurch kam es 484 zum
Akakianischen Schisma
, der ersten Kirchenspaltung zwischen der östlichen und
der westlichen Christenheit, die 519 unter Papst Hormisdas
wieder aufgehoben werden konnte.
Auf einer SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. wurden unter der Leitung von Felix 487 Bußbestimmungen für im Vandalenreich vom Glauben abgefallene Christen erlassen. Entscheidenden Einfluss auf die Politik und Lehren von Felix übte sein Archidiakon Gelasius aus, der auch sein Nachfolger wurde.
* Gegenpapst Felix II. (355 - 365) wurde lange Zeit als rechtmäßiger Papst angesehen. Die zwei Nummerierungen hinter dem Namen Felix II. (III.) und Felix III. (IV.), der von 526 bis 530 regierte, zeigen an, dass Felix II. rechtmäßig (die erste Zahl) oder nicht rechtmäßig (die zweite Zahl) Papst war; die angewandte Nummerierung spiegelt also wider, ob die alte Ansicht akzeptiert wird oder nicht.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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