Ökumenisches Heiligenlexikon

Felix IV. (III.) *

Gedenktag katholisch: 12. Oktober
Name bedeutet: der Glückliche (latein.)
Papst
* in der Provinz Samnium, der historischen Landschaft um das heutige Benevent in Italien
† 20. September 530 (?) in Rom
Kartenskizze

Felix war Diakon. 519/520 war er als einer der Gesandten nach Byzanz - das heutige Ístanbul - gereist, um die Beendigung des Akakianischen Schismas zu erreichen. 526 wurde er nach langer Zeit der Vakanz des Stuhles Petri - laut dem Liber Pontificalis auf Befehl von Ostgotenkönig Theoderich dem Großen - zum Nachfolger des in koniglicher Haft verstorbenen Papstes Johannes II. erhoben.

Aus dem guten Einvernehmen mit den Ostgoten erklärt sich ein königliches Gerichtsprivileg für den Klerus und das Geschenk eines Gebäudes am Forum Romanum zur Errichtung der Kirche RomSS Cosma e Damiano. Felix stand in Kontakt zu Caesarius von Arles, nahm Stellung gegen den Semipelagianismus und bestimmte den Goten Bonifatius II. zu seinem Nachfolger.

* Gegenpapst Felix II. (355 - 365) wurde lange Zeit als rechtmäßiger Papst angesehen. Die zwei Nummerierungen hinter dem Namen Felix III. (II.), der von 483 bis 492 regierte, und Felix IV. (III.) zeigen an, dass Felix II. rechtmäßig (die erste Zahl) oder nicht rechtmäßig (die zweite Zahl) Papst war; die angewandte Nummerierung spiegelt also wider, ob die alte Ansicht akzeptiert wird oder nicht. Das offizielle Martyrologium Romanum von 2001 benützt die Zählung einschließlich des Gegenpapstes.

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Quellen:
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000


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