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Ökumenisches Heiligenlexikon

Disibod

auch: Dysibod, Disens, Disso, Diesen

Gedenktag katholisch: 8. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Speyer
Übertragung der Gebeine: 1. November

Name bedeutet: der Gebieter des Volkes (althochdt.)

Einsiedler, Bischof (?)
* 619 (?) in Irland
† 700 (?) auf dem heutigen Disibodenberg an der Nahe in Rheinland-Pfalz


Disibod war der Überlieferung zufolge Mönch, der demnach um 640 mit seinen Gefährten Giswald, Klemens und Sallust als Missionar ins Frankenreich ging, weil er für Christus pilgern wollte, pro Christo peregrinare volens, wie es sein Zeitgenosse Adamnan von Iona beschrieb. Legenden erzählen auch von seiner Wahl zum Bischof wider Willen, aber er sei von einigen wegen seiner Sittenstrenge bekämpft worden. Er lebte dann als Einsiedler auf dem heutigen Disibodenberg an der Nahe; diese Stelle, an der sich zwei Flüsse vereinigen, sollte er seinen Wanderstab in die Erde stecken, damit dort Grün sprieße und eine Hirschkuh sollte dort mit ihren Hufen eine frische Quelle ausscharren. Schon die Kelten hatten dort ein Heiligtum errichtet, die Römer dann einen Jupitertempel. Disibod errichtete dort eine Taufkapelle. Um ihn scharten sich Anhänger. aus seiner Klause wurde ein geistliches Zentrum zur Christianisierung der ganzen Region, später entstand ein befestigtes Kloster, dessen Vorsteher Disibod wurde.

Über Disibod erzählte erstenmals das Martyrologium des Hrabanus Maurus um 850.

Die Benediktinerabtei Disibodenberg - auch Disenberg - wurde unter Erzbischof Hatto II. von Mainz 969 aufgelöst. Um 975 gründete Erzbischof Willigis von Mainz dort ein Augustiner-Chorherrenstift, das 1095 durch Erzbischof Ruthard von Mainz wieder zum Benediktinerkloster wurde. Dessen Klosterkirche wurde 1143 geweiht, hinter ihrem Altar wurde Disibods Grab verehrt. Hildegard von Bingen verfasste Mitte des 12. Jahrhunderts die historisch wertlose Biografie von Disibod, als sie 39 jahre lang selbst im Frauenkonvent auf dem Disibodenberg lebte. 1259 kamen Zisterzienser aus dem Kloster Eberbach und mit ihnen eine neue Blüte, in der Reformationszeit wurde das Kloster 1559 aufgegeben.

Das Kloster auf dem Disibodenberg kam 1259 an den Zisterzienserorden und wurde 1559 in der Reformation aufgehoben und verfiel.

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.09.2019

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.disibodenberg.de/geschichte/
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.