Ökumenisches Heiligenlexikon

Firminus der Ältere (von Amiens)

Gedenktag katholisch: 25. September
       in Pamplona: 7. Juli
       in Amiens: Auffindung der Gebeine: 10. Oktober
       in Amiens: Niederlegung der Gebeine: 16. Oktober
Name bedeutet: der Starke (latein.)
Bischof von Amiens, Märtyrer
* in Pamplona (?) in Spanien
† um 290 (oder im 6. Jahrhundert) in Amiens in Frankreich
Kartenskizze Kartenskizze

Nach den Legenden wurde Firminus von einem Priester Honestus unterrichtet, dann nach Toulouse zu Bischof Honoratus geschickt. Dieser weihte ihn zum Priester und Missionsbischof. Firminus wirkte dann in Agen, Clermont - dem heutigen Clermont-Ferrand -, Angers und Beauvais. Hier wurde er bei einer Christenverfolgung eingekerkert und gegeißelt, konnte aber entkommen. In Amiens wurde er Bischof, aber schon bald nach zahlreichen Foltern enthauptet.

Jedes Jahr vom 6. bis 14. Juli herrscht Ausnahmezustand in Pamplona: Kampfstiere werden quer durch die engen Gassen der Stadt in die Arena getrieben, wo sie am Abend rituell getötet werden. Die Feiern zu Ehren von Firminus werden bereits seit dem Jahr 1324 zelebriert und 1591 wegen des Wetters vom Oktober in den Juli verlegt. Aber erst Mitte des 19. Jahrhunderts begannen wagemutige junge Männer, die Stiere durch die Straßen zu jagen.

Prozession in Pamplona mit der Firminus-Statue, jährlich am 7. Juli abgehalten

Prozession in Pamplona mit der Firminus-Statue, jährlich am 7. Juli abgehalten   

Patron der Picardie, von Amiens und Pamplona; der Kinder; der Küfer, Weinhändler und Bäcker; gegen Fieber, Krämpfe, Rheumatismus, Wassersucht und Zittern; gegen Trockenheit

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Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984


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