Ökumenisches Heiligenlexikon

Friedrich Gottlieb Klopstock

Gedenktag evangelisch: 14. März
Name bedeutet: der Friedensreiche (althochdt.)
Theologe, Schriftsteller
* 2. Juli 1724 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt
† 14. März 1803 in Hamburg
Kartenskizze Kartenskizze

Friedrich Gottlieb Klopstock wuchs in einem pietistischen Elternhaus auf, studierte Theologie in Jena und Leipzig, war Hauslehrer erst in Langensalza, ab 1750 in Zürich, ab 1751 in Kopenhagen, wo er vom König eine Lebensrente erhielt und das Zentrum eines deutsch-dänischen Kreises von Dichtern und Philosophen der Aufklärung bildete. Zwischen 1759 und 1763 lebte er in Halberstadt, Braunschweig und Quedlinburg. 1764 ging er erneut für vier Jahre nach Dänemark, ab 1770 lebte er - mit Graf Bernstorff - wieder in Hamburg.

Klopstock trug wesentlich zur Weiterentwicklung einer eigenständigen deutschen Literatur bei und wurde einer der bedeutendsten Schriftsteller der frühen deutschen Klassik. Mit seinem Werk grenzte er sich von der moralisch-pietistischen Dichtung des Spätbarock ab und wurde zum Wegbereiter für Empfindsamkeit, Sturm und Drang und Erlebnisdichtung. Er begriff sich in seiner dichterischen Arbeit als Seher und Erzieher. Sein dichterisches Hauptwerk Der Messias ist ein aus zwanzig Gesängen bestehendes biblisches Epos in klassischen Hexametern, mit dessen Abfassung er bereits als Schüler begann und das zwischen 1748 und 1773 in vier Bänden erschien. Auf diesem Werk gründet Klopstocks Ruf als Dichtergenie; es wurde nicht nur in viele Sprachen übersetzt, sondern diente auch vielen nachfolgenden Dichtern als Vorbild.

Klopstocks bedeutendste lyrische Werke erschienen ab 1748 in den Oden mit drei Büchern zu den Themen Religion, Liebe, Freundschaft, Vaterland und Naturerlebnis, darunter 1750 Der Zürichsee. Er verfasste Versdramen zu alttestamentlichen Inhalten und die romantisch-nationale Dramentrilogie über das Leben des Feldherrn Hermann, des Cheruskers: Hermanns Schlacht, Hermann und die Fürsten, Hermanns Tod. Zu Klopstocks theoretischen Schriften gehören neben Abhandlungen zu Metrik, Poetik, Orthographie und Etymologie das unvollendet gebliebene programmatische Prosawerk Die deutsche Gelehrtenrepublik von 1774.

In der digitalen Bibliothek Gutenberg-DE sind von Klopstock Gedichte verfügbar.

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Microsoft Encarta 98 Enzyklopädie



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