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Gottlieb August Spangenberg war Sohn eines lutherischen Predigers. Schon mit
zehn Jahren Waise, konnte er dennoch Gymnasium und Universität besuchen. Erst
studierte in Jena
Jura, dann Theologie. 1731 erhielt er einen Ruf als Professor für Theologie in
Halle,
den er ablehnte, weil er Christus
lieber im Stande der Niederigkeit dienen
wollte - er hatte inzwischen Nikolaus
Graf Zinzendorf kennengelernt. 1732 wurde er Leiter der Schulen des
Waisenhauses und Lehrbeauftragter an der Universität in Halle. Immer deutlicher
wurden seine Verbindungen und Sympathien für die Herrnhuter,
weshalb er 1733 seine Arbeit verlor. Als Vertrauter Zinzendorfs wirkte
Spangenberg nun in Herrnhut
als wirtschaftlicher Leiter, theologischer Ratgeber und Organisator. Er
organisierte die missionarischen Unternehmungen der Brüdergemeine und nahm
selbst daran teil, u.a durch Reisen in die USA.
1744 wurde er zum Bischof der Brüdergemeine eingesegnet und ging dann wieder nach Amerika. Nach Zinzendorfs Tod wurde er 1762 Mitglied der Direktion der Brüdergemeine und bald ihr maßgeblicher Mann.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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