Ökumenisches Heiligenlexikon

Saturninus

italienischer Name: Saturnino

Gedenktag katholisch: 30. Oktober

Name bedeutet: nach dem altröm. Saatgott Saturn (latein.)

Märtyrer
* 23. Mai 285 in Cagliari auf Sardinien in Italien
30. Oktober 304 daselbst


Saturninus starb der Überlieferung zufolge als Märtyrer in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian in Cagliari an der Stelle, an der dann die Kirche San Saturnino erbaut wurde - die älteste Kirche der Stadt und bis 1258 die Kathedrale.

Um 750 wurden während der lombardischen Herrschaft die Gebeine von Saturninus teils in die Basilika San Michele Maggiore nach Pavia, teils nach Mailand gebracht - wohl zusammen mit der Originalschrift der Leidensgeschichte -, um sie vor Überfällen der Sarazenen zu retten; dort wurden sie erst in der Kirche San Martino - an der Stelle der heutigen Kirche Santi Silvestro e Martino aufbewahrt und dann in die Kirche San Vittore al Corpo gebracht. Diese Reliquien ließ Erzbischof Karl Borromäus untersuchen und 1941 erneut Erzbischof Ildefons Schuster.

Von Mönchen des Klosters an San Saturnino in Cagliari wurde um 1120 Saturninus' Leidensgeschichte auf der Grundlage älterer Texte verfasst. Am 12. Oktober 1621 wurden seine Gebeine aufgefunden und in die Krypta der Kathedrale gebracht. Diese Reliquien sind als Fälschung anzusehen, vorgenommen wegen des Kampfes um die Bestätigung der Vorherrschaft der Kirche von Cagliari über die von Turris - dem heutigen Porto Torres. Sie liegen heute in einer Kapelle in der Krypta der Kathedrale. Mehrere Kirchen auf Sardinien sind Saturninus geweiht.

Patron von Càgliari





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.01.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://it.wikipedia.org/wiki/Saturnino_di_Cagliari - abgerufen am 14.01.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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