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Hartwig aus dem Geschlecht der Grafen von Sponheim, Sohn des bayerischen Pfalzgrafen Hartwig I., wurde 991 der 21. Erzbischof von Salzburg. Er begleitete König Otto III. 996 bei dessen erstem Feldzug nach Rom und erhielt vom ihm dann das Markt- und Münzrecht. Von Ottos Nachfolger Heinrich II. erhielt Hartwig reichen Besitz im Lungau, im oberösterrischen Kremstal und im steirischen Ennstal.
Hartwig war neben seiner politischen Wirksamkeit ein großer Seelenführer und mildtätig. Er setzte sich entschieden für die Klosterreformen ein und wirkte an der Gründung der Klöster St. Georgen am Längsee in Kärnten, Seeon und Baumburg in Bayern sowie Göß in der Steiermark mit. In Salzburg ließ er die Nonnberger Stiftskirche wieder aufbauen und den nun nach ihm benannten Dom erneuern.
Abteihof des ehemaligen
Klosters in Göß 
Das Kloster in Göß
wurde um 1010 durch Graf Aribo II. und seine Frau Adula gestiftet, erste Äbtissin
wurde deren Tochter Kunigunde, die berufen wurde von ihrem Bruder Aribo III., der
Erzdiakon in Salzburg
war. Aribo wurde dann Kapellan bei Kaiser Heinrich II.
und gewann dessen Gunst für das Stift, das 1020 in Fulda
im Beisein von Papst Benedikt VIII. dem Saltburger Erzbischof entzogen, direkt
dem Kaiser unterstellt und damit zur einzigen reichsunmittelbaren Abtei in Österreich
wurde. Die Benediktinernonnen waren durchweg
Adelige, oft schreibkundig und vielfältig kunsthandwerklich tätig. 1782 wurde das
Stift durch Kaiser Josef II. aufgehoben. Seit 1860 ist es im Besitz der bekannten
Gösser Brauerei
.
ehemaliges Kloster St.
Georgen am Längsee
Das Kloster St. Georgen am Längsee wurde um 1006 von Pfalzgraf und Herzog Othwin und seiner Frau Wichburg gestiftet; als die erste Äbtissin der Benediktinerinnen wirkte ihre Tochter Hiltipurg, die zuvor schon Nonne in Salzburg war und einige ihre Mitschwestern mitbrachte. Wichburg lebte dann im Kloster, Othwin 300 Meter entfernt in einer Höhle. Um 1122 wurde die Abtei mit Nonnen aus Admont neu besiedelt, um 1170 wieder Salzburg unterstellt. 1783 wurde das Kloster von Kaiser Joseph II. aufgehoben, heute ist es Bildungshaus der Diözese Gurk.
Stiftertafel im Kloster St.
Georgen am Längsee, um 1250. Inschrift: Othwinus com palat Goriti-ensis et Dux
Caranthiæ atque Bichburgis eius conivnx mona-stery fundat circa anno DNI MVI
,
Otwin, Pfalzgraf von Görz und Herzog von Kärnten
und Wichburg, seine Gattin, gründeten das Kloster um das Jahr des Herrn 1006.

Patron
der Blinden, Lahmen und Kranken
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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