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Statue an der Adamspforte am Bamberger Dom, um 1235
Heinrich war der Sohn von Heinrich dem Zänkerer, dem sein Herzogtum Bayern wegen andauernder Querelen von König Otto weggenommen worden war. Heinrich kam in die Klosterschule von Hildesheim und sollte - wohl auf Anweisung von König Otto II., um ihn aus der Erbfolge auszuschalten - auf den geistigen Stand vorbereitet werden. Weitere Studien folgten in Regensburg unter der Leitung von Bischof Wolfgang. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er als Heinrich IV. 995 dennoch das Herzogtum Bayern, er sorgte sich engagiert um eine Erneuerung der Kirche und der Klöster. Er gründete 1007 das Bistum Bamberg, den Dom in Bamberg ließ er ab 1002 erbauen. Im selben Jahr wurde er als Nachfolger von Otto III. in Mainz von Erzbischof Willigis zum König gekrönt. Er wurde ein zäher Realpolitiker, der sein Ziel - die Wiederherstellung des großen Frankenreiches - erfolgreich verfolgte; 1004 wurde er König von Italien, in diesem Jahr stellte er auch das Bistum Merseburg wieder her.
Buchmalerei aus dem Sakramentar Heinrichs II.: Er wird von Christus
gekrönt, zwei Engel übergeben ihm ein Schwert und die heilige Lanze (rechts),
Ulrich von Augsburg (links)
und Emmeram von Regensburg stützen
seine Arme. Regensburg,
zwischen 1002 und 1014, in der Bayerischen Staatsbibliothek in München
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1014, während des zweiten Zuges nach Rom,
wurde Heinrich von Papst Benedikt VIII. zum Kaiser gekrönt. Er verstand seine
Macht als von Gottes Gnaden
verliehen. Fortgesetzte Kämpfe an den Grenzen und
im Inneren des Reichs hielten ihn in Atem. Gegen den polnischen König Boleslaw
Chrobry führte er drei Kriege, im Westen des Reiches von Flandern
bis nach Burgund
griff er gegen die erstarkenden Territorialgewalten ein, dreimal zog er nach
Italien.
Heinrich gründete und stiftete zahlreiche Kirchen und Klöster, dabei förderte
er die Reformen von Cluny.
Durch enge Verflechtungen mit der Kirche stärkte er das Reich und stabilisierte
die Bischöfe als Stützen seiner Macht. Beim dritten Italienfeldzug 1021/22
setzte er auf dem Rückmarsch auf dem Kloster Montecassino
einen neuen Abt ein und ließ in Pavia
eine SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten.
In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.
abhalten, die den Zölibat
einschärfte, um den Bestand des Kirchengutes zu sichern. Mit dem Straßburger
Münster eng verbunden, stiftete er nach einer ihn besonders ergreifenden Messe
die Pfründe eines Domherrn als Chorkönig
, damit dieser ihn täglich vertrete.
Die Legende sagt, er habe mit seiner Frau Kunigunde
in Keuschheit gelebt; die Ehe blieb kinderlos. Bekannt ist die Legende vom
Gottesurteil: Kunigunde wurde fälschlich des Ehebruchs beschuldigt und bezeugte
dann ihre Unschuld, indem sie unverletzt über glühende Pflugscharen schritt.
Christus krönt Heinrich II. und
Kunigunde. Aus dem
Perikopenbuch Heinrichs II., Reichenau,
um 1002 - 1012, in der Bayerischen Staatsbibliothek in München
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Sein Grab fand Heinrich im Bamberger Dom, wo er das von Tilman Riemenschneider geschaffene Hochgrab mit Kunigunde teilt.
Kanonisation:
Heinrich wurde 1146 von Papst Eugen III.
heilig gesprochen.
Attribute:
Kaiserkrone, Zepter, Kirchenmodell, Lilie
Patron
von Bamberg
und Basel;
des Bistums Bamberg, zweiter Patron des Bistums Basel
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
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