Ökumenisches Heiligenlexikon

Hermann Friedrich Kohlbrügge

Gedenktag evangelisch: 5. März
Name bedeutet: H: der Heeresmann (althochdt.)
H: der Friedensreiche (althochdt.)
Prediger
*  15. August 1803 in Amsterdam in den Niederlanden
† 5. März 1875 in Elberfeld, heute Stadtteil von Wuppertal in Nordrhein-Westfalen
Kartenskizze Kartenskizze

Hermann Friedrich Kohlbrügge war zunächst ein Anhänger der Mystik von Gerhard Tersteegen. Während seines Studiums wandelte er sich 1826 zum Verfechter der Gnadenlehre Martin Luthers und entwickelte ein starkes Sendungsbewusstsein, was ihm lange Zeit Anfeindungen der reformierten Protestanten aufgrund ihrer Prädestinationslehre eintrug. 1826 wurde er Hilfsprediger in einer lutherisch geprägten Minderheitsgemeinde in Amsterdam. Seine Predigten stießen aber auf heftigen Widerspruch, er verlor seine Anstellung, studierte weiter bis zur Doktorwürde. 1830 stellte er einen Aufnahmeantrag bei der reformierten Gemeinde, der aber abgewiesen wurde.

Auf einer Deutschlandreise lernte Kohlbrügge Gottfried Daniel Krummacher kennen. Er hoffte auf eine Pfarrstelle in Wuppertal, erhielt aber auch hier Redeverbot für die gesamte Rheinprovinz. 1846 wurde er schließlich Mitglied der reformierten Gemeinde inElberfeld, - heute ein Stadtteil von Wuppertal. Nach Auseinandersetzungen über eine Liturgiereform kam es auf Grund eines Toleranzedikts des preußischen Königs 1847 zur Gründung der freien Niederländisch-reformierten Gemeinde, deren Prediger Kohlbrügge wurde und die bis heute besteht. Kohlbrügge wurde bald zu einem begehrten Prediger, 1856 konnte er erstmals auch in Holland predigen, 1871 in seiner Heimatstadt Amsterdam. Seine schriftlichen Predigten wurden in ganz Deutschland und Holland verbreitet.







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