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Johannes Nepomuk Neumann absolvierte Schule und das Studium der Theologie in Budweis - dem heutigen České Budějovice - und Sprachstudien in Prag - er sprach acht Sprachen. Ohne Priesterweihe - der Weihetermin seines Studienkurses war wegen eines Überangebotes von Priestern aufgeschoben worden - ging er voller Ungewissheit über seine Zukunft nach Amerika.
1835 kam Neumann in New York an und wurde dort zum Priester geweiht, sein erster Einsatzort war das Gebiet um die Niagarafälle, wo er die deutschen, irischen und französischen Katholiken betreute. Am Rande der Erschöpfung beschloss er 1840, in den Orden der Redemptoristen einzutreten, da er allein auf sich gestellt nur schwer überleben konnte. 1844 wurde er Leiter des Klosters in Pittsburgh in Pennsylvania, 1847 Visitator aller amerikanischen Niederlassungen des Ordens, 1848 Vizeprovinzial. Er gab zwei Katechismen heraus, veröffentliche Artikel und wurde schließlich 1852 zum Bischof von Philadelphia ernannt.
Als Bischof hielt sich Neumann vor allem an die einfachen und armen Leute; ihnen fühlte er sich verwandt, mit ihnen aß er Kartoffelsuppe, spülte selbst in der Küche, brachte in einem Tuch verpackt seinen Ministranten Ostereier. In einer guten Schulausbildung sah er den entscheidenden Schlüssel für eine Verbesserung der sozial schwachen Schichten. Über hundert Schulen richtet er in seinem Bistum ein und legte so den Grundstein für das kirchliche Pfarrschul-System in den heutigen USA. Zur Durchführung des Lehrbetriebs gründete er einen Schwestern-Orden. Mit dem Bau von Kirchen stärkte er die Gemeinde. Gleichzeitig ging es ihm immer um den einzelnen Menschen; kein Priester in seiner Diözese soll mehr Stunden im Beichtstuhl verbracht haben als er. Völlig ausgezehrt brach er nach achtjähriger Amtszeit auf der Straße zusammen und starb.
Kanonisation:
Johannes Nepomuk Neumann wurde 1977 durch Papst Paul VI. heiliggesprochen.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon noch nicht online
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