Ökumenisches Heiligenlexikon

Kastor von Karden

Gedenktag katholisch: 13. Februar
     Diözesankalender Trier
Name bedeutet: der Ausgezeichnete (griech.)
Priester, Einsiedler
* in Aquitanien
† um 400 in Karden an der Mosel
Kartenskizze Kartenskizze

Kastor war ein Schüler des Bischofs Maximin von Trier und wurde von diesem zum Priester geweiht. Er lebte als Einsiedler in Karden an der Mosel und vereinigte dort Gefährten zu einem vorbildlichen frommen Leben.

Eine Legende erzählt, wie Kastor Moselschiffer um Salz gebeten hat. Doch diese verspotteten ihn nur und wollten weiterfahren. Da erhob sich plötzlich ein Sturm und peitschte die Wellen so hoch, dass der Kahn zu kentern drohte. In ihrer Not flehten die Schiffer den Gottesmann um Hilfe an. Kastor kniete nieder und betete: so plötzlich wie er gekommen war, legte sich der Sturm wieder. Die heidnischen Schiffer wurden durch dieses Wunder bekehrt und haben Kastor reichlich mit Salz gedankt.

Bischof Weomodus erhob um 780 Kastors Gebeine, um sie in der Paulinus-Kirche von Karden beizusetzen. Seine Reliquien wurden dann 837 von Erzbischof Hetti von Trier nach Koblenz in eine von ihm erbaute Kirche gebracht, deren Patron Kastor wurde.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• http://www.rheinischersagenweg.de/treis-nebensage1/?L=0%3Cbr%20%2F%3E



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