Ökumenisches Heiligenlexikon

Castor von Karden
deutsch: Kastor

Gedenktag katholisch: 13. Februar
     Diözesankalender Trier
Name bedeutet: der Ausgezeichnete (griech.)
Priester, Einsiedler, Glaubensbote
* in Aquitanien in Frankreich
† um 400 in Karden an der Mosel in Rheinland-Pfalz
Kartenskizze Kartenskizze

Castor war nach der legendären Lebensgeschichte aus dem 10. / 12. Jahrhundert ein Schüler des Bischofs Maximin von Trier und wurde von diesem zum Priester geweiht. Er lebte demnach als Einsiedler in Karden an der Mosel und vereinigte dort Gefährten zu einem vorbildlichen frommen Leben.

Eine Legende erzählt, wie Castor Moselschiffer um Salz gebeten hat. Doch diese verspotteten ihn nur und wollten weiterfahren. Da erhob sich plötzlich ein Sturm und peitschte die Wellen so hoch, dass der Kahn zu kentern drohte. In ihrer Not flehten die Schiffer den Gottesmann um Hilfe an. Kastor kniete nieder und betete: so plötzlich wie er gekommen war, legte sich der Sturm wieder. Die heidnischen Schiffer wurden durch dieses Wunder bekehrt und haben Castor reichlich mit Salz gedankt.

Die in Trier gepflegte Überlieferung von Castor war - wie die von Potentinus von Steinfeld - offenbar zur Stärkung des Einflusses um Gebiet der Untermosel geeignet, nachdem das Gebiet eigentlich zum Bistum Mainz gehörte. Bischof Weomodus fand - womöglich wiederum zur Dokumentation eines Anspruchs auf dieses Gebiet - um 780 Gebeine in Karden, die als Castors' Reliquien identifiziert wurden, und überführte sie in die dortige Paulinus-Kirche. Diese Reliquien wurden dann größtenteils 836 von Erzbischof Hetti von Trier nach Koblenz in die von ihm erbaute spätere Stiftskirche gebracht, deren Patron Castor wurde.

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• http://www.rheinischersagenweg.de/treis-nebensage1/?L=0%3Cbr%20%2F%3E
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994


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