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Castor war nach der legendären Lebensgeschichte aus dem 10. / 12. Jahrhundert ein Schüler des Bischofs Maximin von Trier und wurde von diesem zum Priester geweiht. Er lebte demnach als Einsiedler in Karden an der Mosel und vereinigte dort Gefährten zu einem vorbildlichen frommen Leben.
Joseph Anton Nikolaus Settegast: Castor wird von seinen Eltern Bischof Maximin
vorgestellt, 1877, Entwurf für Fresken in der Kastorkirche in Koblenz

Eine Legende erzählt, wie Castor Moselschiffer um Salz gebeten hat. Doch diese verspotteten ihn nur und wollten weiterfahren. Da erhob sich plötzlich ein Sturm und peitschte die Wellen so hoch, dass der Kahn zu kentern drohte. In ihrer Not flehten die Schiffer den Gottesmann um Hilfe an. Kastor kniete nieder und betete: so plötzlich wie er gekommen war, legte sich der Sturm wieder. Die heidnischen Schiffer wurden durch dieses Wunder bekehrt und haben Castor reichlich mit Salz gedankt.
Die in Trier gepflegte Überlieferung von Castor war - wie die von Potentinus von Steinfeld - offenbar zur Stärkung des Einflusses um Gebiet der Untermosel geeignet, nachdem das Gebiet eigentlich zum Bistum Mainz gehörte. Bischof Weomodus fand - womöglich wiederum zur Dokumentation eines Anspruchs auf dieses Gebiet - um 780 Gebeine in Karden, die als Castors' Reliquien identifiziert wurden, und überführte sie in die dortige Paulinus-Kirche. Diese Reliquien wurden dann größtenteils 836 von Erzbischof Hetti von Trier nach Koblenz in die von ihm erbaute spätere Stiftskirche gebracht, deren Patron Castor wurde.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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