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Ökumenisches Heiligenlexikon

Konrad I. von Salzburg

Gedenktag katholisch: 9. April

Name bedeutet: der tapfere Berater (althochdt.)

Erzbischof von Salzburg
* um 1075 in Abensberg in Bayern
† 9. April 1147 im Lungau in Österreich

Kartenskizze Kartenskizze

Konrad, Bild im Kloster S. Zeno in Bad Reichenhall

Konrad, Bild im Kloster S. Zeno in Bad Reichenhall

Konrad aus dem Geschlecht der Grafen von Abenberg, war Domherr in Hildesheim und wurde 1106 von Kaiser Heinrich V. zum Erzbischof von Salzburg ernannt. Im Investiturstreit stand er auf Seiten des Papstes Paschalis II., Kaiser Heinrich verbannte ihn deshalb, 1111 bis 1112 lebte er im Exil in der Toskana, in Admont in der Steiermark und in Sachsen. Nach der Rückkehr kümmerte er sich mit Unterstützung bedeutender Mitarbeiter wie Hartmann von Brixen und Gerhoh von Reichersberg intensiv um die Reform des KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. und setzte in seinen 17 neu gegründeten oder reformierten Stiften die Regeln der Augustiner-Chorherren durch.

Die 1077 errichteten Festen Hohensalzburg in Salzburg, Werfen und Friesach wurden unter Konrads Leitung erweitert und befestigt, die Kirchengüter in der Steiermark durch starke Burgen gesichert, Heerwesen und Verwaltung reformiert. Das Stadtbild von Salzburg wurde durch die Erweiterung des Domes, den Bau des Domstifts und der erzbischöflichen Residenz sowie die Ausstattung des Petersklosters für Jahrhunderte geprägt. Wichtige Impulse setzte Konrad im Zehntwesen, in der Armenfürsorge und bei der Förderung von Handel und Verkehr. Man nennt ihn deshalb auch den zweiten Gründer der Kirche von Salzburg.

Das hohe Ansehen von Konrad im Reich wurde bei den Königswahlen 1125 und 1138 deutlich; er zählt zu den imposantesten Kirchenfürsten Deutschlands im Hochmittelalter.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000