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Konrad, Bild im Kloster S. Zeno in Bad Reichenhall
Konrad aus dem Geschlecht der Grafen von Abenberg, war Domherr in Hildesheim und wurde 1106 von Kaiser Heinrich V. zum Erzbischof von Salzburg ernannt. Im Investiturstreit stand er auf Seiten des Papstes Paschalis II., Kaiser Heinrich verbannte ihn deshalb, 1111 bis 1112 lebte er im Exil in Tuszien, in Admont in der Steiermark und in Sachsen. Nach der Rückkehr kümmerte er sich mit Unterstützung bedeutender Mitarbeiter wie Hartmann von Brixen und Gerhoh von Reichersberg intensiv um die Reform des Klerus und setzte in seinen 17 neu gegründeten oder reformierten Stifte die Regeln der Augustiner-Chorherren durch.
Die 1077 errichteten Festen Hohensalzburg in Salzburg,
Werfen
und Friesach
wurden unter Konrads Leitung erweitert und befestigt, die Kirchengüter in der
Steiermark
durch starke Burgen gesichert, Heerwesen und Verwaltung reformiert. Das
Stadtbild von Salzburg wurde durch die Erweiterung des Domes, den Bau des
Domstifts und der erzbischöflichen Residenz sowie die Ausstattung des
Petersklosters für Jahrhunderte geprägt.
Wichtige Impulse setzte Konrad im Zehntwesen, in der Armenfürsorge und bei der
Förderung von Handel und Verkehr. Man nennt ihn deshalb auch den zweiten
Gründer der Kirche von Salzburg
.
Erzbischof Konrad. Darstellung aus dem Babenberger Stammbaum in der Stiftsgalerie Klosterneuburg, 1489 / 1492
Das hohe Ansehen von Konrad im Reich wurde bei den Königswahlen 1125 und 1138 deutlich; er zählt zu den imposantesten Kirchenfürsten Deutschlands im Hochmittelalter.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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