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Laurentius Petri und sein älterer Bruder Olaus Petri, Söhne eines Schmiedes, wurden im Karmelitenkloster in Örebro ausgebildet; sie gingen auch nach Wittenberg und lernten bei Martin Luther. Laurentius wurde Professor in Uppsala und 1527 zum Priester geweiht. Als der katholische dänische König Schweden besetzen wollte widersetzte sich die schwedische Bauernschaft unter Führung von Gustav Wasa. Laurentius wurde 1531 im Alter von 32 Jahren - auf Veranlassung von König Gustav Wasa - gegen drei andere Kandidaten in Stockholm zum Erzbischof der schwedischen Kirche gewählt; der König wollte wohl einen ruhigen und willfährigen Mann als Leiter der Kirche - auch im Gegensatz zum eher kämpferisch eingestellten Bruder Olaus.
1533 (oder 1534) verfasste Laurentius Petri sein kirchenpolitisches Grundsatzpapier, legte so das Fundament für die Reformation in Schweden und für das bis heute bestehende schwedische Staatskirchenprinzip. Beim Hochverratsprozess gegen seinen Bruder Olaus 1540 musste er als Beisitzer wirken, immerhin konnte er ihn so vor Schlimmerem bewahren. Laurentius trug nun die Hauptarbeit beim Aufbau der lutherischen schwedischen Kirche. Zusammen mit seinem Bruder Olaus übersetzte er neben Predigten Luthers 1541 die Bibel ins Schwedische, erstellte ein Gesangbuch und ordnete den Gottesdienst neu, wobei die Brüder überlieferte Formen und Gebräuche übernahmen; bis heute ist dieses Messbuch grundlegend für die Liturgie in Schweden. 1572 wurde nach heftigen Auseinandersetzung die von Laurentius Petri verfasste und im Prinzip bis heute gültige Kirchenordnung durch den Kirchentag von Uppsala angenommen, sicher der Höhepunkt seines Schaffens.
Laurentius Petri wurde im Chor seiner Domkirche in Uppsala bestattet.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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