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Marcel Callo
Marcel war das zweite von acht Kindern einer frommen Familie. Nach dem
Abschluss der höheren Grundschule absovierte er eine Lehre als Buchdrucker,
außerdem war er Ministrant und Mitglied bei den Pfadfindern, später bei der
Christlichen Arbeiter-Jugend. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen
verhalf er vielen Franzosen, die zur Zwangsarbeit abkommandiert waren, zur
Flucht in die freie Zone des Landes. Selber wählte er die Unfreiheit in
Deutschland, um vor allem im Opfer Vorbild zu sein: Ich gehe nach Deutschland,
um den andern zu helfen durchzuhalten.
1943 kam Marcel Callo ins Arbeitslager Zella-Mehlis,
wo er trotz seiner stets labilen Gesundheit 10 - 11 Stunden in einem
Rüstungsunternehmen arbeiten musste. Am 19. April 1944 wurde er wegen seines
religiösen Einsatzes unter den Kameraden verhaftet: Durch seine katholische und
religiöse Aktion hat er sich als Schädling für die Regierung der
nationalsozialistischen Partei und für das Heil des deutschen Volkes erwiesen.
Er kam erst nach Gotha
ins Gefängnis, dann ins KZ Flossenbürg
und im Oktober ins Konzentrationslager Mauthausen.
Dort starb er an den Folgen von Entbehrungen und Misshandlungen.
Marcel Callo wurde im Jahr 2004 mit eigenem Gedenktag in den Regionalkalender der deutschsprachigen Diözesen aufgenommen.
Kanonisation:
1987 wurde Marcel Callo durch Papst Johannes
Paul II. selig gesprochen.
Hans
und Ingrid Mittelmeyer stellen auf ihrer Homepage
Marcel Callo und sein Vermächtnis dar.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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