Gedenktag katholisch: 19. März
nicht gebotener Gedenktag im deutschen Sprachgebiet: 19. April
Diözesankalender Eichstätt
Name bedeutet: dem (römischen)
Kriegsgott Mars geweiht (latein.)
Marcel Callo
Marcel war das zweite von acht Kindern einer frommen Familie. Nach dem Abschluss der höheren Grundschule absolvierte er
eine Lehre als Buchdrucker, außerdem war er Ministrant und Mitglied bei den Pfadfindern, später bei der Christlichen
Arbeiter-Jugend. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen verhalf er vielen Franzosen, die zur Zwangsarbeit
abkommandiert waren, zur Flucht in die freie Zone des Landes. Selber wählte er die Unfreiheit in Deutschland, um vor allem
im Opfer Vorbild zu sein: Ich gehe nach Deutschland, um den andern zu helfen durchzuhalten.
1943 kam Marcel Callo ins Arbeitslager Zella-Mehlis,
wo er trotz seiner stets labilen Gesundheit 10 bis 11 Stunden in einem Rüstungsunternehmen arbeiten musste. Am 19. April
1944 wurde er wegen seines religiösen Einsatzes unter den Kameraden verhaftet: Durch seine katholische und religiöse
Aktion hat er sich als Schädling für die Regierung der nationalsozialistischen Partei und für das Heil des deutschen Volkes
erwiesen.
Er kam erst nach Gotha ins
Gefängnis, dann ins KZ Flossenbürg und im Oktober
ins Konzentrationslager Mauthausen. Dort starb
er an den Folgen von Entbehrungen und Misshandlungen.
Marcel Callo wurde im Jahr 2004 mit eigenem Gedenktag in den Regionalkalender der deutschsprachigen Diözesen aufgenommen.
Kanonisation:
1987 wurde Marcel Callo durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.
Hans und Ingrid Mittelmeyer
stellen auf ihrer Homepage Marcel Callo
und sein Vermächtnis dar.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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