Gedenktag katholisch: 9. Januar
in Ancona: 8. Januar
Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)
Marcellinus, wohl aus dem Adelsgeschlecht der Bocca-Majore stammend, wurde wohl 539 der fünfte Bischof von Ancona.
Nach der von Gregor dem Großen
berichteten Überlieferung, die ihn als Mann mit verehrenswürdigem Leben
bezeichnet, ließ Marcellinus sich bei einer großen Feuersbrunst,
obwohl er selbst an einem akuten Gichtanfall litt, an die am meisten gefährdete
Stelle bringen, worauf das Feuer - als ob es seinen Blick nicht
ertragen könnte - sich auf sich selbst zurückgewälzt habe und so in den
eigenen Flammen erstickt sei.
Marcellinus' Reliquien, um 1756,
in der Krypta der Kathedrale
von Ancona 
Erhalten blieb demnach Marcellinus' Gebetbuch, das lange in Ancona gezeigt wurde und Spuren des Brandes trug. Kranke, die es berührten, erhielten die Gesundheit wieder; der Sohn einer vornehmen Familie blieb mitten im Feuer, in das ihn der Teufel geworfen hatte aus Neid über die Verehrung, die der Jüngling Marcellinus entgegenbrachte, unverletzt; ein Dorf nahe Ancona hörte auf zu brennen, als man das Gebetbuch dorthin brachte.
Patron
gegen Feuergefahr
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
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