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Maria Rosa Julia half dem Pfarrer ihres Heimatortes Cuvilly
schon in ihrer Jugend beim Erzählen biblischer Geschichten für Kinder und beim
Katechismus- Unterricht. Als sie 23 Jahre alt war, erschrak sie ob eines
Anschlags auf ihren Vater so, dass sie gelähmt wurde und nur noch im Bett
liegen konnte. Während der französischen Revolution beschuldigte man sie,
verfolgten Priestern Unterschlupf zu gewähren, deshalb sollte sie auf dem Dorfplatz
verbrannt werden, konnte aber mit Hilfe von Freunden fliehen. 1803 zusammen
mit Gefährtinnen in Amiens
die Kongregation der Schwestern Unserer Lieben
Frau
mit der Zielsetzung der Erziehung und Unterweisung junger
Frauen. Bald darauf genas sie auf wunderbare Weise nach 30 Jahren der
Lähmung.
Die Kongregation wuchs schnell, wurde aber 1809 mit ihrer Gründerin aus Frankreich vertrieben und fand in Namur in Belgien eine neue Heimat. Kurz vor dem Tod der Gründerin wurde die Gemeinschaft in Frankreich wieder zugelassen.
Kanonisation:
Papst Paul VI. sprach Julia 1969 heilig.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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