Gedenktag katholisch: 11. Oktober
Übertragung der Gebeine: 9. Juli
Name: altrömischer Gott, mit Romulus gleichgesetzt (latein.)
Quirinus wirkte nach der Überlieferung als Priester und Glaubensbote um 312 zusammen mit Bischof Nicasius von Rouen und dem Diakon Scuviculusin im Tal der Seine zwischen Pontoise und Rouen in der Gegend des Vexin. Dabei befreite Quirinus die Gegend von einem Drachen. Zusammen mit seinem Bischof und dem Diakon fand er den Märtyrertod durch Enthauptung. Nach ihrer Enthauptung trugen die drei Märtyrer ihre Köpfe bis zur Île de Gasny, wo sie bestattet wurden.
Quirinus' Gebeine wurden gemeinsam mit den Reliquien anderer Heiliger der Normandie nach Malmedy übertragen. Der Bericht hierüber wurde nach 1062 verfasst und gibt 808 als Jahr der Erhebung an; die ersten sicheren Zeugnisse der Verehrung in Malmedy stammen erst aus dem 11. Jahrhundert. Die Verehrung ist in der Region um die Maas bezeugt, wurde aber von der Verehrung für Quirinus von Neuss überlagert. 1802 wurden Reliquien von Malmedy nach Rott - dem heutigen Ortsteil von Roetgen - in der Eifel übertragen, denn damals suchte der Priester Jakob de Remouchamps in Rott Zuflucht vor den Häschern Napoleons und brachte eine Reliquie des heiligen Quirinus mit; eine zweite Reliquie gelangte 1890 nach Rott.
Patron
gegen Gicht und Rheuma
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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