Ökumenisches Heiligenlexikon

Susanna die Keusche

Gedenktag katholisch: 19. Dezember
Name bedeutet: die Lilie (hebr.)
keusche Frau
lebte um 550 v. Chr. in Babylon, heute Han-al-Mahawil im Irak
Kartenskizze

Susanna ist eine Gestalt aus dem 13., dem apokryphen Kapitel des alttestamentlichen Buches Daniel. Demnach war sie die Ehefrau eines in Babylon - dem heutigen Han-al-Mahawil - im Exil lebenden Juden und von großer Schönheit. Als sie im Garten baden wollte, wurden zwei Männer zudringlich, aber die Keusche erwehrte sich der Verehrer. Aus Rache bezichtigten sie Susanna der Unzucht mit einem jungen Mann, sie wurde zum Tod verurteilt. Daniel aber überführte die Lügner, diese wurden daraufhin gesteinigt, Susanna blieb am Leben.

Im Danielkommentar von Hippolyt wurde der Gegensatz zwischen den Ältesten und Susanna als Bild für die Auseinandersetzung zwischen Heiden und Christen interpretiert; Susannas Bad erinnere an die Taufe, ihre durch Standhaftigkeit verdiente Rettung ist Hoffnungsbild für die Christen.

Jacopo Tintoretto: Susanna, um 1575

Jacopo Tintoretto: Susanna, um 1575   

Patronin der Glocken

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet bietet in seinem Artikel über Susanna ausführliche und fundierte Informationen.





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000


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