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Ökumenisches Heiligenlexikon

Theodora II., die Jüngere

Gedenktag katholisch: 11. Februar

Gedenktag orthodox: 11. Februar

Name bedeutet: Gottes Geschenk (griech.)

Kaiserin von Byzanz
* um 815 in Ebissa in Paphlagonien in der Türkei
† 11. Februar (?) 867 in Byzanz, heute Ístanbul in der Türkei


Theodora, Tochter einer frommen Familie armenischer Herkunft, wurde 830 - wohl aufgrund des Einflusses der Stiefmutter des Kaisers - die Frau des byzantinischen Kaisers Theophilos. Mit ihm geriet sie in gelegentliche Auseinandersetzungen wegen dessen strikter Ablehnung der Verehrung der Ikonen, während sie selbst Ikonen verehrte.

Ikone
Ikone

Anekdoten erzählen, wie Theophilos seiner Frau schwere Vorwürfe machte, weil sie im Palast heimlich Ikonen verehrte und sie sogar unter ihrem Kopfkissen versteckt haben soll. Nach dem frühen Tod ihres Mannes 842 führte sie mit viel Geschick die Regentschaft für ihren erst dreijährigen Sohn und verstand es, durch geschickte Politik das oströmische Reich zu verteidigen, auch durch beachtliche militärische Erfolge gegen die Araber. Mit der Absetzung des Patriarchen Johannes VII. Grammatikos leitete sie einen Kurswechsel in der Kirchenpolitik ein, der auf einer SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. im März 843 zur Wiederinkraftsetzung der Beschlüsse des 7. ökumenischen Konzils von Nicäa, der offiziellen Wiederherstellung der Bilderverehrung, führte. Zum Gedenken wird seitdem der erste Fastensonntag in der Orthodoxen Kirche als Sonntag der Orthodoxie gefeiert.

Miniatur aus dem Menologion von Basil II., um 985, in der Vatikanischen Bibliothek in Rom
Miniatur aus dem Menologium des Kaisers Basilius II., 10. Jahrhundert, in der Vatikanischen Bibliothek in Rom

Als ihr Sohn mündig wurde, gab es blutige Auseinandersetzungen um die Fortführung der Regentschaft: 856 wurde Theodora abgesetzt, 858 mit ihren Töchtern aus dem Kaiserpalast vertrieben und zum Rückzug in das von ihrer Mutter gegründete Kloster Gastria in Byzanz - dem heutigen Ístanbul - gezwungen; umstritten ist, ob sie einige Jahre später wieder aus der Haft freikam und an den Hof zurückkehren konnte.

Die Vita Theodoras nennt als Todesdatum den 11. Februar 867; andere Quellen berichten, dass Theodora noch den - von ihr angeblich in den Wirren um seine Thronbesteigung vorhergesagten - Sturz und die Ermordung ihres Sohnes in der Nacht vom 23. auf den 24. September 867 erlebt habe und erst kurz darauf gestorben sei. Sie wurde im Kloster Gastria bestattet. Nach dem Fall von Konstantinopel wurden ihre Reliquien 1456 von den muslimischen Türken zusammen mit denen von Spyridon Thaumaturgos abgegeben und kamen in das von den Venezianern beherrschte Kerkyra / Korfu, wo sie von 1575 bis 1725 in der Nikolaus-Kirche lagen und nun in der Metropolitankirche in einem Silbersarkophag bewahrt werden.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.08.2019

Quellen:
• http://www.autobahnkirche.de/dc/hk/FMPro?-db=namenstag.fp5&-format=record%5fdetail.htm&-lay=layout &Name=theodora&-recid=32841&-find=
• http://www.bautz.de/bbkl/t/theodora_ii.shtml
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• http://ocafs.oca.org/FeastSaintsViewer.asp?FSID=100504
• https://www.corfuhistory.eu/?p=1696

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.