Ökumenisches Heiligenlexikon

Theobald (Thibault) von Provins

Gedenktag katholisch: 30. Juni
Name bedeutet: der im Volk Mutige (althochdt.)
Priester, Mönch, Einsiedler
* um 1017 in Provins in Frankreich
† 30. Juni 1066 in Salanigo bei Vicenza in Italien
Kartenskizze
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Kartenskizze
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Thibault, Sohn eines Grafen von Brie und Champagne, wurde nach einem Aufenthalt in Reims Einsiedler in Pettingen in Luxemburg. Im Anschluss an eine Wallfahrt, die er barfuß zur Jakobus-Wallfahrtsstätte Santiago de Compostela unternommen hatte, und nach Rom blieb er auf dem Rückweg in einem ehemals Salanigo genannten Ort bei Vicenza als Einsiedler. Er wurde 1056 => Kamadulensermönch und lebte in Äußerster Strenge und Armut, der Bischof von Vicenza weihte ihn zum Priester. Schon zu Lebzeiten wurde Thibault als Heiliger verehrt.

Thibault wurde in der Kathedrale in Vicenza bestattet, dann in die Abtei Vangadizza überführt. Thibaults Bruder Arnuld überführte Reliquien in die von ihm geleitete Abtei Ste-Colombe in Sens, 1705 kamen Reliquien nach Provins, 1793 nach Sens. In Frankreich wurden zahlreiche Kirchen nach Thibault benannt.

Kanonisation: Thibault wurde schon 1073 heiliggesprochen.
Attribute: als Reiter, als Einsiedler
Patron von Provins; der Bauern, Winzer, Gerber und Schuhmacher, Köhler, Gürtelmacher; gegen Fieber, Gicht, Augenleiden, trockenen Husten, Unfruchtbarkeit, Angstgefühle

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• http://www.coeurdelardenne.be/scripts/cda.dll/carte_visite?SID=1336632721&PAGECV=0257_CV1.HTM&NUMPAGE=8
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000


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