|
|
Statue auf dem Ambo der Basilika
San Giulio auf der gleichnamigen Insel im Orta-See in Italien 
Guglielmo wurde als Sohn des Grafen Robert von Volpiano aus einem alemannischen Adelsgeschlecht und der mit dem langobardischen Königshaus verwandten Perinza geboren, sein Taufpate war der deutsche Kaiser Otto I.. Wilhelm kam im Alter von sieben Jahren als Oblate ins Benediktinerkloster S. Michele di Locadio sic!im Bistum Vercelli. Nach dem Studium der Grammatik in Vercelli und Pavia wurde er Scholastikus in Vercelli. Nach Auseinandersetzungen mit seinem Bischof folgte er 987 einem Ruf von Majolus und trat als Mönch ins Kloster Cluny ein.
988 wurde Guillaume Prior im Kloster St-Saturnin in Pont-St-Esprit im Bistum Nîmes 989 holte ihn Bischof Brun von Langres zur Reform des Klosters St-Bénigne in Dijon; nach Auszug des alten Konvents wurde es mit Mönchen aus Cluny neu besiedelt; Wilhelm wurde 990 zum Priester und Abt geweiht.
Durch Wilhelm wurde St-Bénigne zu einem im ganzen Abendland bekannten Zentrum klösterkichen Lebens und erlebte eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Wilhelm errichtete das Skritorium und um 1000 die architektonisch bedeutsame Kathedrale als Rundbau. Seine Verbindungen zum italienischen und burgundischen Hochadel und sein Festhalten an den Eigenkirchenrechten der jeweiligen Klosterherren machten ihn zum begehrten Ratgeber vieler Herrscher, die ihm ihre Klöster zur Reform antrugen. Wilhelm wirkte als Reformer von Klöstern in Burgund, Lothringen, in der Normandie und Paris; Wilhelm übernahm jeweils selbst das Amt des Abtes, setzte Priore aus St-Bénigne ein und kontrollierte die Durchführung der Reformen durch Visitationsreisen.
1000 / 1001 gründete Wilhelm auf Familienbesitz im Bistum Ivrea
sein eigenes Kloster Fruttuaria. Geistliche und Weltliche aus allen Ständen traten ins
Kloster St-Bénigne in Dijon
ein, um 1020 gab es 79 Mönche. Die Strenge auch seines persönlichen
Lebenswandels brachte ihm den Titel Abbas supra regulam
, Abt über die Regel
hinaus
, ein. Ohne Cluniazenser zu sein, pflegte er enge Beziehngen zu Abt
Odilo.
Zur Unterstützung der Zirkusleute, Schausteller und Menschen, die auf
Jahrmärkten arbeiteten, gründete er eine Bruderschaft der Jongleure
.
Nach Wilhelms Tod zerfiel der Verband der ihm unterstellten Klöster. Seine Lebensgeschichte verfasste kurz nach seinem Tod sein Schüler Radulfus Glaber in Cluny, wobei er das Wirken von Majolus zum Vorbild seiner Darstellung von Wilhelm verwandte.
Kanonisation:
Papst Pius XII. sprach Wilhelm 1950 heilig.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||