Judenstein
Andreas' Grab an der Pfarrkirche
in Rinn bei Innsbruck 
Inschrift auf Andreas' Grabstein an der Pfarrkirche
in Rinn 
Bild Andreas' Grabstein an der Pfarrkirche
in Rinn 
Pfarrkirche
in Rinn 
Franz und Josef Giner: Die Verherrlichung des Apostels Andreas
(rechts) und des Andreas von Rinn (links), Deckenfresko, um 1675, in der Pfarrkirche
in Rinn 
Offizielle Ortstafel Judenstein

Wallfahrtskirche Judenstein
bei Rinn 
Josef Iganz Mildorfer: Anderl bei der Himmelfahrt, Fresko, um 1760, in der Wallfahrtskirche Judenstein
bei Rinn 
neue Gedenktafel in der Wallfahrtskirche Judenstein
bei Rinn 
Der Judenstein
, auf dem Anderl getötet worden sei, ist ein Findling
aus der Würm-Eiszeit, heute zur Darstellung einer Ölberg-Szene genutzt,
in der Wallfahrtskirche Judenstein
bei Rinn 
Schon unter Kaiser Maximilian I. wurde um 1515 über dem Findling am heutigen
Judenstein
eine Kapelle
errichtet. Auf Betreiben des Arztes im Damenstift in Hall,
Ippolito Guarinoni, der auch als Schriftsteller und Architekt wirkte und die
Anderl-Legende in Anlehnung an die des Simon
von Trient verfasste, wurde 1670 bis 1678 die neue Kirche erbaut. Auf dem
Judenstein
illustrierte eine von von Franz Xaver Nißl um im späten 18.
Jahrhundert geschaffene Figurengruppe die Tötung des Anderl; diese ist heute
im Tiroler Landesmuseum, auf dem Stein ist seit 1989 eine Ölberg-Szene gestaltet.
Um 1760 gestaltete Josef Iganz Mildorfer vier Deckenfresken mit der Geschichte
von Anderl in der Wallfahrtskirche Judenstein
bei Rinn:
• Anderls Pate verkauft ihn an durchreisende jüdische Kaufleute - in türkischer (!)
Tracht dargestellt.
• Anderl wird geschächtet. Dieses Fresko wurde 1989 mit einer Spanplatte überdeckt
und darauf ein Bild über Jesus den Kinderfreund
angebracht.
• Anderls Mutter arbeitet als Magd und spürt zur Zeit des Martyriums ihres
Sohnes drei Blutstropfen in ihrer Hand.
• Glorie des Anderl im Himmel.
1988 bestimmte der Innsbrucker Bischof Dr. Reinhold Stecher aufgrund einer vom Vatikan angeordnete Verfügung das Ende der Anderl-Verehrung und gab der Anderl geweihten Kirche Judenstein als neues Patrozinium das der Heimsuchung Mariä.
fotografiert am 14. Juni 2011
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