Ado von Jouarre
auch: Adon
Gedenktag katholisch: 15. Dezember
Name bedeutet: der Edle (althochdt.)
Ado, Sohn des fränkischen Adeligen Autharius von La Ferté, der im Dienst der Merowingerkönige Chlotar II. und Dagobert I. stand, und seiner ersten Frau Aiga, war der Bruder von Aldowin von Rouen. Er wurde wie sein Bruder am Königshof erzogen und erhielt schon als Kind den Segen von Kolumban dem Jüngeren, der im Winter 610/611 bei seinen Eltern auf deren Landgut in Ussy - dem heutgene Ussy-sur-Marne bei Jouarre - wohnte. Ado war dann einige Zeit Bediensteter am Königshof, wo er auch Eligius von Noyon begegnete, der ihn bewog, Mönch zu werden. Ado lebte dann in gänzlicher Abgeschiedenheit von der Welt auf seinem Besitz in Jotrum; 625 lud er Mönche aus Kloster Luxeuil - im heutigen Luxeuil-les-Bains - ein; darunter waren sein Neffe Ebregisil, der später Bischof von Meaux wurde und Agilbert von Paris; mit ihnen gründete er um 630 das nach der Regel von Kolumban lebende Doppelkloster an der Kirche Notre Dame in Jotrum - dem heutigen Jouarre und leitete es zusammen mit Äbtissin Telchildis.
Das Kloster Notre-Dame in Jotrum nahm bald schon die Benediktinerregel an und wurde später ein reines Frauenkloster. Während der Französischen Revolution wurden die Nonnen 1792 vertrieben, die Kirche wurde Stein für Stein verkauft. Im 19. Jahrhundert wurde die Abtei wieder durch Benediktinerinnen belebt und ist bis heute bewohnt.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 16.04.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph
Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Adon_de_Jouarre - abgerufen am 17.07.2023
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.