Aldowin von Rouen
auch: Audoënus, Audoin, Ouen, Owen, Dadon
Gedenktag katholisch: 24. August
Übertragung der Gebeine: 31. März
in Rouen: Übertragung der Gebeine: 5. Mai
Tag der Bischofsweihe: 14. Mai
Name bedeutet: edler Freund (althochdt.)
Aldowin, Sohn des fränkischen Adeligen Autharius von La Ferté, der im Dienst von Merowingerkönig Chlothar II. stand, und seiner ersten Frau Aiga, Bruder von Ado von Jouarre, wurde wie dieser am Königshof erzogen und erhielt schon als Kind den Segen von Kolumban dem Jüngeren, der im Winter 610/611 bei seinen Eltern auf deren Landgut in Ussy - dem heutgene Ussy-sur-Marne bei Jouarre - wohnte. Aldowin hatte großen politischen Einfluss und war Führungsgestalt in einem Freundeskreis von Adeligen und Bischöfen. Er wurde Kanzler am Hof von König Dagobert I. und förderte das Mönchtum. 636 gründete er das Kloster in Rebais bei Meaux und konnte dessen Unabhängigkeit durchsetzen. 641 wurde er Bischof von Rouen, als der er mehrere Klöster gründete, darunter 648 Fontenelle - das heutige Saint-Wandrille.
658 war Aldowin beteiligt an der Gründung des damaligen
Doppelklosters in Fécamp bei Le Havre durch
Waningus. Weiterhin hatte Aldowin großen Einfluss als Berater des
Königshofes in Paris - Königspalast war damals das Palais
de la Cité, über Jahrhunderte die Residenz der Könige, dann Parlament, heute bescheiden Concièrgerie
,
Dienstmädchenbau
, genannt - in Paris und verteidigte die Eigenständigkeit von
Neustrien. Er starb auf dem Heimweg von einer
Romreise.
Aldowin wurde in der Kirche Saint-Pierre in Rouen bestattet. 688 wurden seine Gebeine erhoben.
Das Kloster in Rebais wurde in der Französischen Revolution aufgelöst, die Gebäude wurden verkauft, die Kirche Saint-Jean-Baptiste wurde Pfarrkirche.
Das
Palais de la Cité, die Concièrgerie
, in Paris
ist täglich von 9.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 13 €, im Kombiticket mit der
Sainte-Chapelle 26 €, für Menschen aus Ländern
der Europäischen Union sowie aus Liechtenstein, Island und Norwegen 20 €. (2026)
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 17.06.2026
Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl.,
Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_Saint-Pierre_de_Rebais - abgerufen am 17.04.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.