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Ökumenisches Heiligenlexikon

Æthelwold von Winchester

auch: Ethelwold
auch: von Abingdon

Gedenktag katholisch: 1. August
Übertragung der Gebeine: 10. September

Name bedeutet: durch Adel glänzend (althochdt.)

Bischof von Winchester
* um 906 in Winchester in England
† 1. August 984 daselbst


Æthelwold aus adliger Familie wurde am Hof von König Æthelstan erzogen und nach 935 zum Priester geweiht. Er wurde dann Mönch in Glastonbury, wo Dunstan von Canterbury die Regel der Benediktiner einführte und Æthelwold seine Studien fortsetzte. Er wollte seine Studien über das Klosterleben mit einer Reise nach Cluny erweitern, aber der König verweigerte die Reiseerlaubnis und ernannte ihn zum Abt im Kloster in Abingdon; dort wohnten damals WeltpriesterWeltpriester - oder auch Diözesanpriester - sind in der römisch-katholischen Kirche alle Priester, die keinem Orden angehören.; manche waren verheiratet, Æthelwold hielt sie für unrein und ersetzte sie durch Mönche. Das Kloster entwickelte sich unter seiner Leitung zu einer Stätte der Gelehrsamkeit, Musik und Dichtkunst wurden gepflegt, illuminierte Handschriften entstanden. Æthelwold lebte streng asketisch, nach dem Beten der Matutin um 3 Uhr in der Nacht legte er sich nicht mehr schlafen. Er war auch künstlerisch und handwerklich begabt und arbeitete in seinem Kloster als Bauarbeiter, bis er sich beim Sturz von einem Gerüst Rippen brach.

Von Abingdon aus sandte Æthelwold einen Mönch ins Kloster nach Fleury - das heutige St-Benoît-sur-Loire - und nach Corbie, um das Klosterleben in England nach dem Vorbild der Klosterreformen auf dem Kontinent zu erneuern; dazu verfasste er die Regularis Concordia Anglicae Nationis, die Zusammenschau der Regeln der englischen Nation. Für einige Zeit hatte er in Abingdon auch den späteren König Edgar „den Friedfertigen” in seiner Obhut, der Æthelwold nach seiner Thronbesteigung 963 zum Bischof von Winchester ernannte.

964 ließ Æthelwold die WeltpriesterWeltpriester - oder auch Diözesanpriester - sind in der römisch-katholischen Kirche alle Priester, die keinem Orden angehören. der Kathedrale in Winchester mit Unterstützung des Königs durch eine bewaffnete Armee vertreiben und ersetzte sie mit Erlaubnis des Papstes durch Mönche aus Abingdon. Mit Unterstützung der großen Grundherren erneuerte Æthelwold die Klöster in Ostengland, so in Ely, und führte in ihnen die Benediktinerregel ein. Mit seiner ins Englische übersetzte Regel und einem neuen Buch mit Hymnen, das er mit volkssprachlichen Erläuterungen versah, setzte er den Standard der Altenglischen Sprache. Er förderte die Buchkunst - die berühmt wurde für die Buchmalereien im Winchester-Stil -, zudem initiierte er ab 971 den Umbau der Kathedrale in Winchester, die damit zu einer der größten Kirchen in Europa wurde und eine der mächtigsten Orgeln erhielt; am Bau wirkte Æthelwold selbst mit; in die Kathedrale ließ er die Reliquien von Swithun von Winchester, überführen, dessen Verehrung er förderte. Ælfrik von Canterbury und andere Schüler bekundeten ihren Respekt, zeichneten aber auch das Bild einer kompromisslosen Persönlichkeit. Ob seiner Rigorosität war Æthelwold mindestens einmal Ziel eines Giftanschlags, den er aber überlebte. Im Alter litt er an Magen- und Beinbeschwerden.

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 06.08.2017

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• http://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/Tagesheiliger-1-August-Der-heilige-Aethelwold-von-Winchester;art312,180549

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.