Ökumenisches Heiligenlexikon

Aloisius Maria Monti

italienischer Name: Luigi

Gedenktag katholisch: 1. Oktober

Name bedeutet: der ganz Weise (latein. Form von Alwis, althochdt.)

Ordensmann, Ordensgründer
* 24. Juli 1825 in Bovisio Masciago bei Mailand in Italien
1. Oktober 1900 in Saronno bei Varese in Italien


Aloisius Maria Monti
Aloisius Maria Monti

Aloisius Maria Monti war das achte von elf Kindern seiner Eltern. Sein Vater starb, als er zwölf Jahre alt war. Aloisius arbeitete dann als Handwerker an der Herstellung von Geräten zur Holzbearbeitung. Abends sammelte er andere fromme Handwerker und Bauern in seinem Laden zur Bildung einer Gebetsgruppe, genannt Gesellschaft des Herzens Jesu, auch Gesellschaft der Brüder genannt. Die Gruppe half dann auch Armen und Kranken; 1846 legte Luigi privat die Gelübde der Keuschheit und des Gehorsams ab. Im Unabhängigkeitskrieg gegen die Norditalien beherrschenden Österreicher wurde er mit seiner Gruppe beauftragt, sich an Aktionen gegen die Besatzer zu beteiligen, was sie ablehnten. 1851 wurden sie deshalb in Mailand für 10 Wochen ins Gefängnis geworfen. Erst als klar wurde dass sie eine religiöse, keine politische Gruppe waren, kamen sie wieder frei.

Aloisius trat dann dem von Antonius Maria Claret y Clará gegründeten Orden der == Claretiner bei und verbrachte sechs Jahre als Novize, erlernte Krankenpflege und pflegte Kranke in der Cholera-Epidemie von 1855 in Brescia. Mit Hilfe von Pater Luigi Dossi gründete er 1857 am Hospital an der Kirche Santo Spirito in Sassia in Rom die Kongregation der Figli dell'Immacolata Concezione, der Söhne der Unbefleckten Empfängnis, die sich der Krankenpflege widmet. Sie wurde 1865 von Papst Pius IX. anerkannt, Aloisius wurde ihr Oberer. Die Brüder gingen in die Orte der schlimmsten Epidemien, vor denen andere Angst hatten. Aloisius gründete kleine Niederlassungen zur Versorgung der kranken verarmten Bauern, ab 1882 auch Waisenhäuser mit angeschlossenen Schulen. 1889 wurden sie aus dem Krankenhaus an Santo Spirito aufgrund des feindlichen politischen Klimas ausgewiesen und gingen in das 1886 eröffnete Waisenhaus nach Saronno. Aloisius starb - nachdem er fast ganz erblindet war - völlig erschöpft, denn er hatte bis zu seinem Ende für die Kongregation gearbeitet.

Papst Pius X. genehmigte 1904 den Eintritt von Priestern in die Kongregation. 2008 umfasste sie 65 Einrichtungen und 387 Mitglieder, davon 146 Priester, und arbeitete in Italien, in Indien und asiatischen Ländern, in Afrika, in Lateinamerika und Nordamerika.

Kanonisation: Aloisius Maria Monti wurde am 9. November 2003 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.11.2020

Quellen:
• https://catholicsaints.info/blessed-luigi-maria-monti
• https://it.wikipedia.org/wiki/Figli_dell%27Immacolata_Concezione

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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