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Ökumenisches Heiligenlexikon

Alphius

italienischer Name: Alphio
auch: Altheus

Gedenktag katholisch: 10. Mai
Übertragung der Gebeine: 2. September

Gedenktag orthodox: 10. Mai

Gedenktag armenisch: 21. April

Name bedeutet: der Weiße (griech.)

Märtyrer
* um 231 in Lentini auf Sizilien in Italien
10. Mai 253 (?) daselbst oder im heutigen Trecastagni bei Catania auf Sizilien in Italien


Glasfenster im Santuario in Trecastagni
Glasfenster im Santuario in Trecastagni

Alphius, Philadelphius und Cyrinus waren der Überlieferung zufolge leibliche Brüder und Söhne des Christen Vitalius und seiner Frau Benedikta. Die hatten Onesimus in ihr Haus aufgenommen, der die Knaben im christlichen Glauben unterrichtete. In der Folge wirkten sie schon in jungen Jahren viel Gutes, so heilten sie Thecla von einer 6 Jahre währenden Lähmung, Justina von Blindheit und Euthalia vom Blutfluss. In der Christenverfolgung unter Kaiser Decius wurden sie zusammen mit ihrem Lehrer Onesimus gefangen genommen und nach Rom gebracht; dort wurde Onesimus getötet, die drei Brüder sollten vom Glauben abgebracht werden, blieben aber standhaft. Zurück in Sizilien bekannten sie ihren Glauben und verfluchten den Götzendienst, deshalb wurden ihnen die Haare abgeschnitten, die Köpfe mit Pech übergossen, sie in ein Joch gespannt und wieder nach Lentini geführt.

Auf dem Weg kam nach dem Gebet von Alphio und seinen Gefährten ein heftiger Wind, der ihnen das Pech und das Joch abnahm und die Last ins Meer warf. Auf der Weiterreise mussten sie den Fluss Simeto durchqueren - den größten Fluss auf Sizilien, der bei Catania ins Meer mündet -, was sie Dank Gottes Hilfe schafften, während ihre Begleiter darin ertranken. Alle weiteren Martern ertrugen sie standhaft und unversehrt, wodurch sich viele Heiden bekehrten, darunter auch 20 Soldaten, die daraufhin enthauptet wurden. Der Präfekt Tertullus ließ sie nackt über das Felsgestein zerren, dann wurde Alphius die Zunge herausgeschnitten, woran er starb, Philadelphus - wie Laurentius von Rom - auf einem glühenden Roste gebraten und Cyrinus in einem Kessel mit siedendem Pech zu Tode gebracht.

Kirche Dei Tre Santi aus dem 18. Jahrhundert in Lentini
Kirche Dei Tre Santi aus dem 18. Jahrhundert in Lentini

An der angeblichen Stelle ihres Gefängnisses in Lentini steht heute die Kirche Grotta dei Tre Santi. Die Leichname von Alphius, Philadelphius und Cyrinus wurden nahe des Gefängnisses in eine Grube geworfen - dort steht heute die Kirche Dei Tre Santi -, dann aber von Thecla hervorgezogen und begraben; an dieser Stelle entstand dann eine Quelle, weshalb die Kirche auch della Fontana genannt wird. Die Gebeine der drei werden in der Mutterkirche Santa Maria La Cave in Lentini verehrt; in ihr fanden 2016 Ausgrabungen statt, die Felsengräber zutage förderten.

Die Gebeine der drei Märtyrer wurden 787 durch Konstantin, den dreizehnten Bischof von Lentini, ins Kastell nach San Fratello gebracht, um sie vor der drohenden muslimischen Invasion zu retten; an der Stelle des Kastells von San Fratello steht heute das Santuario dei Tre Santi. Ältestes Zeugnis der Verehrung der drei Märtyrer ist ein 964 verfasstes Dokument eines Basilianermönches, der den dreien für ihre Hilfe beim Verfassen dankt. Die drei Heiligen werden auch im Santuario im nach ihnen benannten Ort Trecastagni - tre casti agnelli, drei keusche Lämmer - am Hang des Ätna verehrt, angeblich an der Stelle ihres Martyriums. Hierher pilgern die Menschen zu den drei Märtyrerknaben, wenn sie in Not sind. Im Basilianerkloster San Filippo di Fragalà bei Frazzanò wurde 1517 zwischen Reliquien der drei Knaben eine Lebensgeschichte in griechischer Sprache gefunden.

Verehrt als Seliger wird auch ein Mönch Markus, der in Lentini Augenzeuge gewesen sei und die Leidensgeschichte von Alphius, Philadelphius und Cyrinus aufgeschrieben habe.

Patron von Lentini





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 29.07.2018

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XIV, Herzberg 1998

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.