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Ökumenisches Heiligenlexikon

Anastasios von Paramythia und Daniel (Musa)

Gedenktag orthodox: 18. November

Name bedeutet: der Auferstandene (griech.)

Märtyrer
* in Paramythia in Epirus in Griechenland
18. November 1750 daselbst


Fresko: Anastasios von Paramythia
Fresko: Anastasios von Paramythia

Anastasios und seine Schwester Maria, die von klein auf verwaist waren, lebten in der Zeit der von 1449 bis 1913 währenden Osmanischen Herrschaft als Bauern. Eines Tages kamen zwei albanische muslimische Soldaten des örtlichen Richters Ahmed Pascha - einer davon war sein Sohn Musa - durch den Ort. Musa sah die Schönheit von Maria und versuchte, sie fassen, aber Anastasios und seine Freunde wehrten die beiden ab, damit Maria fliehen konnte. Aus Rache wurden Anastasios und seine Freunde festgenommen und dem Richter vorgeführt, der versuchte, Anastasios zum Islam zu konvertieren; aber Anastasios blieb fest in seinem orthodoxen Glauben und wurde deshalb ins Gefängnis geworfen, seine Freunde zu einer hohen Geldstrafe verurteilt.

Auch weitere Drohungen, Foltern oder Versprechungen konnten Anastasios Standhaftigkeit nicht beugen, deshalb musste er im Gefängnis ausharren. Musa, der Sohn des Richters, war darüber so beeindruckt, dass er Anastasios im Gefängnis besuchte. Als er dort ankam, sah er zwei Gestalten neben Anastasios stehen und fragte ihn, wer sie seien, der antwortete: Alle orthodoxen Christen haben immer einen Schutzengel von Gott. Einer wurde gesandt, um mich wegen des Martyriums zu besuchen, das ich durchmache. Der andere beschützt uns Christen hier auf dieser Welt und, nachdem wir gestorben sind, empfängt er unsere Seelen im Paradies. Auf Musas Frage, ob Muslime keine Engel hätten, antwortete Anastasios, dass sie und alle anderen nur einen Engel für jede Nation hätten, der sie aufgrund der Barmherzigkeit Gottes nur davon abhält, falsch zu handeln. Er erzählte ihm weiterhin von Jesus Christus und dem Glauben der orthodoxen Christen und Musa wollte daraufhin auch orthodoxer Christ werden. Anastasios riet ihm, seinen Glauben geheim zu halten, denn wenn er konvertierte und sein Vater dies herausfinde, müssten viele orthodoxe Christen sterben. Wenn er für würdig befunden würde, würde Gott einen Weg finden, seinen Wunsch zu erfüllen.

Schließlich wurde Anastasios zur Enthauptung verurteilt und diese an einem Kloster vor der Stadt vollzogen. Drei Tage lang blieb sein Körper unbestattet; nach einem Traum ermöglichte der Richter den Mönchen des Klosters, den Körper zu begraben. Als einige Zeit später Musa auf dem Weg zu einer Hochzeitsfeier war, nahm er bewusst den Weg, der ihn in die Nähe dieses Klosters führte; dort gab er vor, krank zu sein und deshalb die Nacht im Kloster verbringen zu müssen. Die Mönche empfingen ihn mit seinem Gefolge. In der Nacht ging Musa leise zum Abt und bat ihn, ihn in die Kirche zu führen. Als er vor Anastasios' Grab stand, bekreuzigte Musa sich um Erstaunen des Abtes und kniete nieder. Dann bat er Anastasios, sein Versprechen der Taufe zu erfüllen. Der Abt aber fürchtete den Zorn von Musas Vater und vertröstete ihn. Nach der Hochzeitsfeier ging Musa nach Patras und nahm ein Schiff nach Venedig, um dort ohne Angst vor Repressalien durch die Türken getauft zu werden. Dort empfing ihn ein frommer orthodoxer Kaufman, der aus Ioannina stammte und Musas Pate wurde, als er in der Georgs-Kirche getauft wurde und den Namen Demetrios annahm.

Ikone an der Anastasios-Kirche in Paramythia
Ikone an der Anastasios-Kirche in Paramythia

Nach einiger Zeit in Venedig unternahm Demetrios zusammen mit einigen orthodoxen Christen eine Pilgerreise zum Grab von Spyridon Thaumaturgos in der diesem geweihten Kirche in Kerkyra / Korfu-Stadt. Dort lernte er den Abt Chrysanthos kennen, der ihn ausbildete und Demetrios trat als Mönch ins Kloster ein mit dem Namen Daniel. Nach einiger Zeit im Kloster wuchs in ihm der Wunsch, Anastasios nachzuahmen und Märtyrer zu werden. Er verließ Kerkyra und ging auf den Peloponnes; die Christen dort rieten ihm davon ab, denn sie fürchteten die möglichen Auswirkungen. So ging er nach Konstantinopel - das heutige Ístanbul -, wo er den 1771 bis 1775 regierenden Patriarchen Sophronios V. von Jerusalem besuchte, der ihm riet, lieber zu fasten und inbrünstig zu beten als das Martyrium zu suchen, denn er wusste, dass die Bekehrung eines so prominenten Albaner-Türken zu Vergeltungsmaßnahmen gegen Christen führen würde. Daniel kehrte also nach Kerkyra zurück, gründete dort eine Anastasios geweihte Kirche und starb schließlich in Frieden als orthodoxer Mönch.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.07.2019

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2015/11/holy-new-martyrs-anastasios-of.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.