Ökumenisches Heiligenlexikon

Cadroël

auch: Cadroë, Codroël
französischer Name: Cathróe

Gedenktag katholisch: 6. März

Name bedeutet: ?

Abt in Waulsort bei Namur und in Metz
* in Schottland
† um 977 in Metz in Frankreich


Kreuzgang des ehemaligen Klosters in St-Michel-en-Thiérache
Kreuzgang des ehemaligen Klosters in St-Michel-en-Thiérache

Cadroël war Sohn des Edelmannes Fochereach und der Bania. Bean, sein Onkel, nahm ihn mit nach Irland, wo er ausgebildet wurde und nach der Rückkehr nach Schottland ins Kloster in Abernethy bei Perth eintrat. Sein Abt Máel Odran sandte ihn dann mit einigen Gefährten aus auf den Kontinent, wo er erster Abt des nach der 888 erfolgten Zerstörung des Vorgängerklosters durch die Normannen durch Heresinde, der Frau des Grafen von Vermandois, neu gegründeten damaligen Klosters in St-Michel - dem heutigen St-Michel-en-Thiérache - wurde. Wenig später wurde er Mönch im Benediktinerkloster Fleury - im heutigen St-Benoît-sur-Loire. Maccallin, der Abt in Waulsort und zugleich in St-Michel-en-Thiérache war, holte ihn zurück, Cadroël wurde - wohl 946 - Propst und dann Abt in Waulsort als der dritte Inhaber des Amtes.

Noch vor 962 holte Adalbero I. von Bar, der Bischof von Metz, ihn in seine Stadt, wo er das Kanonikerstift St-Félix in ein Benediktinerkloster umwandelte, das im Stadtteil Le Sablon lag und später nach St-Clément benannt wurde.

Cadroëls Lebensgeschichte verfasste kurz nach dessen Tod ein Mönch von St-Félix in Metz, der Ousmann, Reimann, Erimann oder Hermann genannt wird. Das Kloster in St-Michel-en-Thiérache wurde in der Französischen Revolution aufgelöst.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.07.2022

Quellen:
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Cathr%C3%B3e_de_Metz - abgerufen am 23.07.2022
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_Saint-Cl%C3%A9ment_de_Metz - abgerufen am 23.07.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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