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Ökumenisches Heiligenlexikon

Donatus von Euroea

griechischer Name: Donatos

Gedenktag katholisch: 30. April

Gedenktag orthodox: 30. April

Name bedeutet: der Geschenkte (latein.)

Bischof von Euroea
* in Butrint, heute Ruinen bei Saranda in Albanien
um 387 in Euroea in Epirus, heute Glyki bei Igoumenitsa in Griechenland


griechische Ikone
griechische Ikone

Donatus war Bischof von Euroea in Epirus.

Eine Legende erzählt, wie Doanatus den Drachen tötete: In seiner Diözese gab es ein Dorf namens Soreia mit einer Wasserquelle, deren Wasser beim Trinken den Tod zur Folge hatte. Donatus ging mit seinen Priestern und Geistlichen zur Quelle; als er dort ankam, donnerte es, dann kam ein Drache aus der Quelle und versuchte, seinen Schwanz um die Beine des Esels zu legen, auf dem der Bischof ritt. Donatus nahm das Seil, mit dem er sonst den Esel antrieb, und schlug mit ihm auf den Rücken des Drachen, der sofort tot umfiel. Christen entzündeten ein Feuer und verbrannten das Tier; nachdem Donatus von der Quelle getrunken und so nachgeweisen hatte, dass deren Verseuchung ein Ende hatte, tranken auch die Leute davon.

Donatos-Kirche in Glyki
Donatos-Kirche in Glyki

Als Kaiser Theodosius I. „der Große” davon erfuhr, bat er Donatus zu sich nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul -, denn er hatte eine Tochter, die von einem Dämonen gequält wurde; als Donatus kam, konnte er diesen austreiben und erhielt vom Kaiser das Geld für den Bau des Domes in Euroea, der wohl an der Stelle der heutigen, Donatus geweihten Kirche in Glyki stand.

Als weitere Wunder werden berichtet, dass Donatus es durch sein Gebet in der Zeit einer Dürre regnen ließ, wobei er selbst jedoch unter freiem Himmel nicht nass wurde. Er tröstete eine Witwe, für deren verstorbenen Mann ein Geldverleiher das Begräbnis verhinderte, weil er das ihm geliehene Geld nicht zurückzahlte; dazu erweckte er den Toten wieder zum Leben, der sodann den Gläubiger der Lüge überführte, welcher nun das Geld zurückgab.

Ikone an der Donatos-Kirche in Glyki
Ikone an der Donatos-Kirche in Glyki

Donatus' Gebeine wurden 602 nach Kassiopi auf Korfu gebracht, um sie vor den einfallenden Slawen zu schützen. Einen Streit um das Sorgerecht für die Reliquien löste Papst Gregor „der Große”. In der Zeit der venezinischen Herrschaft über die Insel Korfu, die von 1383 bis 1797 währte, wurden Donatus' Reliquien entwendet und ins Marienkloster auf der Insel Murano in Venedig gebracht.

Die antike Stadt Euroea wurde zu Beginn des 7. Jahrhunderts aufgrund slawischer Angriffe aufgegeben und im 11. Jahrhundert als Glyki neu besiedelt.

Beim heutigen Paramythia, wo die Kathedrale Donatus geweiht ist, finden sich die - unausgegrabenen - Ruinen der antiken Stadt Photike; diese wurde in der byzantinischen Zeit, als sie Bischofssitz war, nach Donatus Agios Donatos genannt, ein Ortsteil von Paramythia trägt diesen Namen auch heute noch.

Patron von Paramythia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.07.2019

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https://www.johnsanidopoulos.com/2019/04/synaxarion-of-our-holy-father-donatos.html
• https://en.wikipedia.org/wiki/Glyki
• https://en.wikipedia.org/wiki/Donatus_of_Evorea

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.