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Ökumenisches Heiligenlexikon

Donatus von Münstereifel

Gedenktag katholisch: 30. Juni

Name bedeutet: der Geschenkte (latein.)

Katakombenheilger
* im 1./2./3. Jahrhundert in Rom


Reliquien eines Unbekannten wurden 1646 in den Katakomben bei S. Agnese fuori le mura in Rom gefunden. Auf dem Grab wurden sie als vom heiligen Märtyrer Donatus beschrieben.

Der Legende zufolge wurde Donatus gegen Ende des 2. Jahrhunderts in Rom geboren, sein Vater hieß demnach Faustus, seine Mutter Flaminia. In der römischen Armee war er Anführer einer Legion, die in einer Schlacht gegen die Germanen umzingelt wurde. Die Lage verschlechterte sich von Tag zu Tag, das Trinkwasser wurde knapp, die Römer beteten zu ihren Göttern, doch nichts geschah. Schließlich betete Donatus als überzeugter Christ zu Gott, worauf es anfing zu regnen; die Germanen wurden durch Sturm und Gewitter davongejagt, die Römer kehrten siegreich heim. Donatus dankte Gott und versprach, in Zukunft nur ihm zu dienen und niemals zu heiraten; der Kaiser machte ihn zum Kommandanten seiner Leibwache. Schließlich sollte Donatus die Enkelin des Kaisers, Alexandria, heiraten, was er auf Grund seines Gelüdes verweigerte. Er wurde deshalb als Christ entlarvt, zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Die Reliquien kamen 1652 als Schenkung an das Jesuitenkolleg von Münstereifel. Strömender Regen verwandelte sich beim Herannahen in strahlenden Sonnenschein. In Euskirchen wurde am Tag der Überführung eine Messe gelesen, der Blitz schlug in die Kirche ein und verletzte den Priester schwer. Er bat Donatus um Hilfe und wurde völlig geheilt.

Donatus gilt seither als Wetterheiliger und in der Gegend um Köln und in der Eifel als Angehöriger der Legio fulminata. Häufig verehrt wird er auch in Niederösterreich *.

Donatus-Statue in Hippersdorf bei Tulln in Niederösterreich, um 1800
Donatus-Statue in Hippersdorf bei Tulln in Niederösterreich, um 1800 Foto: Prof. Walter Zach-Kiesling

Attribute: Messer, becherartiges Gefäß; in Österreich: Blitze, Getreidegarbe, Sichel, Weinstock
Patron gegen Unwetter, Blitzschlag, Hagel und Feuersbrunst

* Prof. Walter Zach-Kiesling hat dort im Weinviertel und Waldviertel bisher 25 außerhalb kirchlicher Gebäude frei stehende Denkmale von Donatus registriert und fotografiert.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Chronik für Windows 5.11 - http://www.chronik.ch
• Prof. Walter Zach-Kiesling vom niederösterreichischen Bildungs- und Heimatwerk in Wien, Brief vom 13. November 2005
• Michael Ziemons, Referent für Jugendpolitik im BDKJ-Diözesanverband Aachen, E-Mail vom 6. Januar 2006
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995