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Ökumenisches Heiligenlexikon

Sebastian Kimura und Gefährten

Gedenktag katholisch: 10. September

Name bedeutet: der Verehrung Würdige (griech. - latein.)

Ordensmann, Priester, Märtyrer
* 1565 in Firando/Hirado in Japan
† 10. September 1622 in Nagasaki in Japan


Sebastian Kimura war ein Nachfahre des ersten von Franz Xaver getauften Japaners. In seiner Jugend war er 11 Jahre lang ehrenamtlich an der Jesuitenkirche in seiner Heimatstadt tätig, dann trat er im Alter von 19 Jahren dem Jesuitenorden bei und studierte Theologie in Macau in China. 1601 kehrte er nach Japan zurück und wurde in Nagasaki zum Priester geweiht; er wurde damit der erste in Japan geborene katholische Priester.

Nach Beginn der zweiten großen Verfolgungswelle in Japan 1614 verkleidete sich Sebastian Kimura als Soldat, Kaufmann, Landwirt, Lastenträger oder Arzt und konnte so sogar Glaubensgenossen in Gefängnissen besuchen und trösten. Im Juni 1621 wurde er aber von einem koreanischen Sklaven verraten und verhaftet, als er sich in der Wohnung des koreanische Christen Antonius aufhielt; mit den beiden wurde auch seine Katecheten festgenommen und in Nagasaki ins Gefängnis Suzaka gesperrt, wo bereits Karl Spinola und vier Novizen der Jesuitenorden einsaßen. Kälte, Hunger und mangelnde Hygiene machten den Gefangenen zu schaffen; Im September 1622 wurden Sebastian Kimura, Karl Spinola und 22 weitere Katholiken zusammen mit anderen - insgesamt 27 japanischen Christen und 25 Missionare durch den Gouverneur Gourocu zum Tod verurteilt. 22 von ihnen, darunter Sebastian Kimura und Karl Spinola, wurden verbrannt, 30 wurden enthauptet, wobei eine große Menschenmenge zuschaute.

Sebastian Kimura war verwandt mit dem am 18. November 1619 gemarterten Leonhard Kimura und dem am 27. November 1619 gemarterten Anton Kimura.

Neben Sebastian Kimura und Karl Spinola starben am 10. September 1622 in Nagasaki:
• Franziskus Morales, * in Madrid, trat in Valladolid in den Dominikanerorden ein, wurde zum Priester geweiht und kam 1602 mit der ersten Gruppe von fünf Dominikanern in Japan an. Nachdem 1614 die Ausweisung aller Missionare verfügt war, blieb Franziskus Morales im Land und wurde 1619 verhaftet.
• Angelus Orsucci, Ordensmann, Priester
Alfons de Mena y Navarrete
• Joseph vom heiligen Hyacynth de Salvanés, Ordensmann, Priester
• Hyacinth Orfanel, Ordensmann, Priester
• Dominikus a Rosario, Ordensmann, Priester
• Alexius, Ordensmann
• Richard von der heiligen Anna, Ordensmann, Priester
• Petrus von Ávila, Ordensmann, Priester
• Vinzenz vom heiligen Joseph, Ordensmann
• Gundisalvus Fusai, Ordensmann
• Antonius Kiuni, Ordensmann
• Thomas a Rosario, Ordensmann
• Thomas Akahoshi, Ordensmann
• Petrus Sampo, Ordensmann
• Michael Shumpo, Ordensmann
• Ludwig Kawara, Ordensmann
• Johannes Chugoku, Ordensmann
• Leo de Satsuma
• Lucia de Freitas
• Antonius Sanga, Katechet
• Magdalena Sanga, seine Frau
• Antonius Coreanus, Katechet
• Maria Coreanus, seine Frau
• Johannes Coreanus, ihr Sohn
• Petrus Coreanus, ihr Sohn
• Paulus Nagaishi
• Thekla Nagaishi, seine Frau
• Petrus Nagaishi, ihr Sohn
• Paulus Tanaka
• Maria Tanaka, seine Frau
• Dominicus Yamada
• Klara Yamada, seine Frau
• Isabella Fernandez, Witwe des am 18. November 1619 gemarterten Dominikus Jorge
• Ignatius, ihr Sohn
• Maria, Witwe des am 18. November 1619 gemarterten Andreas Tokuan
• Agnes, Witwe des am 18. November 1619 gemarterten Kosmas Takeya
• Maria, Witwe des am 18. November 1619 gemarterten Johannes Yoshida Shoun,
• Dominika Ogata
• Maria Tanaura
• Apollonia, Frau des am 12. September gemarterten Kaspar Koteda
• Katharina
• Dominikus Nakano, Sohn des am 18. November 1619 gemarterten Matthias Nakano
• Bartholomäus Kawano Shichiemon
• Damianus Yamichi Tanda
• Michael Tanda, sein Sohn
• Thomas Shichiro
• Rufus Ishimoto
• Clemens (Bosio) Vom
• Antonius Vom, sein Sohn, Märtyrer

Kanonisation: Von den tausenden Märtyrern konnte die Kirche das Martyrium von 205 Menschen überprüfen und bestätigen; Sebastian Kimura und die anderen 204 Märtyrer wurden am 7. Juli 1867 von Papst Pius IX. seliggesprochen.

Martyrologium Romanum Flori-Legium





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.11.2018

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/92711
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/90874

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.