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Ökumenisches Heiligenlexikon

Egbert von Münsterschwarzach

auch: Ekkebert

Gedenktag katholisch: 25. November

Name bedeutet: der wie ein Schwert Glänzende (althochdt.)

Abt in Münsterschwarzach
* um 1010 in Deutschland
† 25. November 1076 (oder 1077) in Münsterschwarzach in Bayern


Egbert war Benediktinermönch im Kloster Gorze. Nachdem das um 788 zunächst als Frauenkloster gegründete, dann zur Benediktinerabtei umgewandelte Kloster Münsterschwarzach im 10. Jahrhundert einen Niedergang erlebte, wurde Egbert 1047 durch Bischof Adalbero von Würzburg als Abt eingesetzt, um die Reformen von GorzeDie Reformen von Gorze gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Gorze in Lothringen. Sie standen im Gegensatz zur den Reformen von Cluny; ihr Ziel war ein Mönchtum unter weltlicher Herrschaft, befreit von der Einflussnahme des Papstes. Die Reformen von Gorze kamen v. a. in Lothringen zum Tragen; entsprechende Reformen in Deutschland gingen aus vom reformierten Kloster St. Maximin in Trier. zu festigen. Unter Egbert erfuhr das Kloster wieder einen Aufschwung; er gründete eine Schule zur Erziehung junger Adliger und machte es gemeinsam mit Adalbero zum Ausgangspunkt einer weit ausgreifenden Erneuerungsbewegung. Egbert war beteiligt an den Klostergründungen in Lambach, Michaelsberg in Bamberg, Neustadt am Main und St. Burkhard in Würzburg; das Kloster St. Jakob in Bamberg unterstand zeitweise seiner Leitung. Bischof Adalbero weihte 1066 die unter Egbert erbaute Basilika. 1075 nahm er den abgesetzten Bischof Hermann I. von Bamberg in Münsterschwarzach auf und begleitete ihn nach Rom, wo Hermann vom Bann gelöst wurde.

Klosterkirche Münsterschwarzach
Klosterkirche Münsterschwarzach

Kanonisation: Egbert wurde nach seinem Tod verehrt, eine förmliche Kanonisation gab es aber nicht.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.08.2016

Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• http://www.abtei-muensterschwarzach.de/dcms/sites/ams/abtei/geschichte/index.html
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.