Ökumenisches Heiligenlexikon

Euphrosyne die Jüngere

Gedenktag katholisch: 8. November

Gedenktag orthodox: 8. November

Name bedeutet: die Heitere (griech.)

Hegumenos, Einsiedlerin, Klostergründerin in Konstantinopel
* in Kalabrien in Italien
um 923 in Konstantinopel, heute Ístanbul in der Türkei


Euphrosyne wurde der Überlieferung zufolge als junge Frau zu ihrem Onkel nach Konstantinopel geschickt. Um der von ihrer Familie arrangierten Ehe zu entkommen, ging sie in Männerkleidung in ein Kloster, wo sie als Mönch aufgenommen wurde. Dort lebte sie fünfzehn Jahre so vorbildlich, dass sie zum HegumenosEin Hegumenos (griech.„ἡγούμενος”, ”Führer / Leiter”) ist in den orthodoxen Kirchen der Vorsteher eines Klosters, entsprechend etwa dem westlichen Prior / Probst. Er steht hierarchisch unter dem Archimandriten. gewählt wurde. Nach einer Zeit, in der sie als Einsiedlerin lebte, kleidete sie sich 903 wieder als Frau und kehrte nach Konstantinopel zurück, wo sie ein Frauenkloster gründete. Ihre Heiligkeit die Weisheit machten sie dem Kaiser bekannt, der ihr die Gelegenheit gab, ein weiteres Kloster zu gründen.

Geschichten von Frauen, die als Männer verkleidet in ein Kloster eintraten, waren im Mittelalter ein beliebtes Motiv in Heiligengeschichten, so wird Ähnliches von einer Euphrosyne in Alexandria erzählt oder auch von Eugenia von Rom, Pelagia von Jerusalem, Hildegund von Schönau und anderen. Männerkleidung gab Frauen damals die Freiheit zu reisen oder alleine zu leben, ohne Angst vor Gewalt oder sexueller Belästigung. Die Klosterbewegung für Männer entwickelte sich zudem lange vor der für Frauen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.05.2020

Quellen:
• http://www.katolsk.no/biografier/historisk/eufrosdy

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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