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Ökumenisches Heiligenlexikon

Hildegund von Schönau

auch: Hildegunde, Hildegundis
auch: von Neuss
Pseudonym: Joseph

Gedenktag katholisch: 20. April

Name bedeutet: die kämpferische Kämpferin (althochdt.)

Mönch
* um 1170 auf der damaligen Burg Helpenstein im heute gleichnamigen Stadtteil von Neuss (?) in Nordrhein-Westfalen
† 20. April 1188 in Schönau bei Heidelberg in Baden-Württemberg


Reste der Burg Helpenstein bei Neuss
Reste der Burg Helpenstein bei Neuss

Hildegund wurde im Benediktinerinnenkloster - an der Stelle des heutigen Quirinius-Münsters - in Neuss erzogen. Auf Anraten ihres Vaters, der auf einer gemeinsamen Wallfahrt ins Heilige Land 1183 starb, gelangte Hildegund als Mann verkleidet und unter dem Namen Joseph zurück in die Heimat. Als Junge wurde sie Diener eines Kölner Kanonikers, der mit ihr eine abenteuerliche Reise zum Papst nach Rom unternahm. Nach ihrer Rückkehr trat sie 1187 in das 1142 gegründete Zisterzienserkloster Schönau ein. Erst nach ihrem Tod erkannte man ihr wirkliches Geschlecht.

Hildegund erzählte auf dem Totenbett ihre Lebensgeschichte, die dann aufgeschrieben wurde.

Legende Die heilige Hildegunde zu Schönau





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 16.04.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://img.wekacityline.de/pdf/69250-schoenau.pdf
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. II, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.