Ökumenisches Heiligenlexikon

Eugenia von Rom

auch: von Alexandria

1 Gedenktag katholisch: 25. Dezember

3 Gedenktag orthodox: 24. Dezember

1 Gedenktag armenisch: 16. Januar

2 Gedenktag äthiopisch-orthodox: 1. Dezember

3 Gedenktag syrisch-orthodox: 24. Dezember

Name bedeutet: die Edelgeborene (griech.)

Jungfrau, Abt, Märtyrerin
* in Alexandria in Ägypten (?)
um 258 in Rom (?)


Griechische Ikone
Griechische Ikone

Eugenia kam nach der Legende um 185, zur Zeit des Kaisers Commodus, mit ihren Eltern Philippus und Claudia von Rom nach Alexandria, ihr Vater wurde dort der römische Präfekt. Sie war wissenschaftlich gebildet und kam durch das Lesen der Briefe des Apostels Paulus zum Christenglauben. Unterstützt durch die Eunuchen Protus und Hyazinthus trat sie demnach in Männerkleidern in ein Männerkloster ein und wurde dort in jungen Jahren schon Abt. Als eine Frau den Abt verführen wollte, wurde diese von ihm zurechtgewiesen, worauf Eugenius von der Abgewiesenen der Unzucht beschuldigt und beim Präfekten verklagt wurde. Diesem - also ihrem Vater - offenbarte sie ihre wahre Identität und gewann daraufhin auch ihre Eltern für das Christentum. Sie konnte nun nicht mehr im Kloster bleiben, ging deshalb mit ihrer Familie nach Rom zurück und wurde in der Christenverfolgung des Kaisers Valerian und Gallienus enthauptet; mit ihr starben ihr Vater und die beiden Eunuchen, nach mancher Überlieferung auch ihre Mutter Claudia sowie ihre Brüder Sergius und Avitus (Apitonius).

Eingang zu den Katakomben des Apronianus, heute auf dem Gelände eines Dialysezentrums in Rom
Eingang zu den Katakomben des Apronianus, heute auf dem Gelände eines Dialysezentrums in Rom

Historischer Kern der Legende ist eine Märtyrerin Eugenia in Rom. Ihr Grab lag in den Katakomben des Apronianus an der Via Latina. Schon früh wurde darüber eine Basilika errichtet, die im 8. Jahrhundert durch die Päpste restauriert wurde, von der aber heute nichts erhalten ist. Avitus von Vienne und Venantius Fortunatus kannten die Märtyrerin. Im frühen Mittelalter war die Verehrung für Eugenia besonders in Italien und Griechenland sehr groß. Die Eugenia-Legende wurde in Gottfried Kellers Novellenzyklus Sieben Legenden aufgenommen.

Eugenias Vater Philippus war nach anderer, rein legendarischer Überlieferung Präfekt in Alexandria, der sich taufen ließ, dann als Bischof der Stadt eingesetzt, dort unter Kaiser dem 193 bis 211 herrschenden Septimius Severus enthauptet und in der Einsiedlerkolonie Nitria beim heutigen Al Barnuji bestattet wurde.

Attribute: Mantel, Schwert
Patronin gegen Taubheit und Besessenheit

Eine deutsche Übersetzung der Lebensgeschichte von Eugenia, verfasst von einem unbekannten Autor, gibt es online zu lesen bei Google-Books.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.09.2023

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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