Ökumenisches Heiligenlexikon

Eusebios von Samosata

Gedenktag katholisch: 22. Juni
21. Juni

Gedenktag orthodox: 22. Juni

Gedenktag syrisch-orthodox: 24. Mai, 21. Juni, 22. Juni

Name bedeutet: der Gottesfürchtige (griech.)

Bischof von Samosata, Märtyrer
379 in Doliche, heute Dülük bei Gaziantep in der Türkei


Eusebios war Bischof von Samosata - dem späteren Samsat in der Türkei, heute im Atatürk-Stausee versunken. Auf einer SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Antiochia - dem heutigen Antakya 363 anerkannte er zusammen mit anderen Bischöfen die Beschlüsse des 1. Konzils von Nicäa. 370 weihte er Basilius „den Großen” zum Bischof, mit ihm war er ebenso wie mit Gregor von Nazianz befreundet. Wie Basilius bekämpfte er die damals in seiner Kirche vorherrschende Lehre des Arianismus. Als Soldat verkleidet reiste er durch Syrien und Palästina und weihte heimlich Anhänger der Konzilsbeschlüsse in Bistümern, die zuvor dem Arianismus folgten. 374 wurde er von Kaiser Valens, der zu den Anhängern des Arianismus hielt, nach Thrakien verbannt, konnte aber nach dem Tod des Kaisers 378 in sein Amt zurückkehren. 378 war er auch Teilnehmer an der Synode in Antiochia, die sich um eine Einigung mit der Westkirche mühte. Kurze Zeit später wurde er bei einer Visitationsreise ermordet von einer Frau, die dem Artianismus anhing und ihm mit einem Dachziegel auf den Kopf schlug.

Grab in Doliche, dem heutigen Erholungsgebiet Dülük
Grab in Doliche, dem heutigen Erholungsgebiet Dülük

Catholic Encyclopedia

  Theodoret von Kyrrhos berichtete in seiner Kirchengeschichte über Eusebios' Heldenmut gegenüber den Boten des Kaisers, die von ihm die Herausgabe der Urkunde über die 357 erfolgte Wahl des Meletios zum Patriarchen von Antiochia forderten. Die Verbannung schilderte Theodoret auch in seinem Kapitel über Eusebius, zudem das Martyrium; alle Texte gibt es in der Bibliothek der Kirchenväter der Université Fribourg auf Deutsch.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.02.2022

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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