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Ökumenisches Heiligenlexikon

Fidelis von Mérida

Gedenktag katholisch: 7. Februar
in Mérida: 14. November

Name bedeutet: der Treue (latein.)

Bischof von Mérida
* in Griechenland
† 571 in Emerita Augusta, heute Mérida in Spanien


Die Krypta der Bischöfe, in den Ausgrabungen unter der Basilika Santa Eulalia in Mérida
Die Krypta der Bischöfe, in den Ausgrabungen unter der Basilika Santa Eulalia in Mérida

Fidelis wurde der Überlieferung zufolge von seinen Eltern als Begleiter eines Händlers nach Mérida geschickt, wo sein Onkel Paul, der ursprünglich Arzt war, seit 530 als Bischof amtierte. Als der Händler wie üblich dem Bischof Geschenke überreichte, erkannte der seinen Neffen, erzog ihn als Mönch, weihte ihn dann zum Diakon und schließlich zum Priester. Bischof Paul hatte ein großes Vermögen, das er aber nicht wie vorgeschrieben der Diözese vererbte, sondern seinem Neffen vermachte. In anderer Version wird erzählt, Paul habe sein großes Vermögen als Dank für eine Genesung einer heilkundigen Frau vermacht, die dann ins Kloster an Santa Eulalia eintrat, wodurch das Geld der Kirche zugute kam.

Paul setzte Fidelis als seinen Nachfolger ein. Als Paul 560 starb, wollte Fidelis das Amt antreten, aber es gab Widerstand des KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.; der ließ sich nur deshalb überwinden, weil Fidelis auf das Erbe verzichtete und damit die Reparatur von Gebäuden in der Stadt, die Wiederherstellung des eingestürzten Bischofspalasts und der Basilika Santa Eulalia sowie deren Erweiterung mit zwei Türmen bezahlte. Auf seinem Sterbebett habe Fidelis Visionen gehabt; deren Schilderung erinnert an jene in den Dialogen von Gregor dem Großen.

Fidelis' Nachfolger wurde 571 Masona, ein Gote vornehmer Abstammung, Mönch im Kloster an Santa Eulalia in Mérida, dessen Frömmigkeit und Tugenden hoch gepriesen werden und dem Wundertaten zugeschrieben werden. Nachdem sein Ruf weit im Land bekannt wurde, erweckte das den Neid des Westgoten-Königs Leovigild und anderer, dem Arianismus anhängender Bischöfe, deshalb wurde er zeitweise ins Exil geschickt. Er gründete ein Hospital für Christen und Juden und war nach dem Zeugnis von Gregor von Tours beteiligt an der Bekehrung von Hermenegild; nach dessen Tod fiel dessen Bruder Rekkared die Herrschaft im Westgotenreich zu; auch der Übertritt Rekkareds zum Katholizismus 587 wird Masona zugerechnet. 589 berief Rekkared das 3. Konzil von Toledo ein, dessen Vorsitz Masona innehatte. Masona starb 605.

Modellzeichnung des „Xenodochium”, in den Ausgrabungen unter der Basilika Santa Eulalia in Mérida
Modellzeichnung des Xenodochium, in den Ausgrabungen unter der Basilika Santa Eulalia in Mérida

Paul, Fidelis und Masona werden in Mérida als die heiligen Väter verehrt. In ihrer Amtszeit herrschte in der Stadt Ruhe, es gab keine Bedrängungen von außen und deshalb eine wirtschaftliche, kulturelle und geistige Blütezeit.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 28.05.2016

Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• http://en.wikipedia.org/wiki/Fidelis_%28bishop_of_M%C3%A9rida%29
• http://es.wikipedia.org/wiki/Santos_Padres_de_M%C3%A9rida

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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