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Ökumenisches Heiligenlexikon

Florentius und Vindemialis

französischer Name: Florent
italienische Namen: Fiorenzo und Vendemiano

Gedenktag katholisch: 9. Juni

Name bedeutet: F: der Blühende (latein.)
V: der Weintrauben Lesende (latein.)

Bischöfe in Afrika
um 500 in St-Florent auf Korsika in Frankreich


Florentius war Bischof von Utica - den heutigen Ruinen bei Kalâat El Andalous in Tunesien - oder von Semina bei Karthago. Er nahm 484 an der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Karthago teil, wo er sich gegen den von den herrschenden Vandalen unterstützten Arianismus wandte. Deshalb wurde er von König Hunerich zusammen mit Vindemialis, der ebenfalls Bischof in Africa proconsularis war und wohl identisch ist mit Vindemialus, dem Bischof von Capsus - dem heutigem Aïn-Guigba in Algerien -, zur Zwangsarbeit auf die Insel Korsika verbannt. Dort wurde Florentius später Bischof von Nebbio - dem heute nach ihm benannten St-Florent, dessen Kathedrale erhalten ist.

Nachdem er als Märtyrer starb, wurde Florentius zunächst in der Kathedrale in Nebbio bestattet. 760 entdeckte Tizian, der Bischof von Treviso, dank einer Vision die Gebeine von Florentius und Vindemialis in der durch den Einfall der Sarazenen auf Korsika zerstörten Kirche und brachte sie in seine Stadt in die Kirche San Giovanni Battista; von dort kamen sie durch den 1025 gewählten Bischof Rotari in die Krypta der Kathedrale. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts befinden sich die Überreste der beiden heiligen Bischöfe in Glasampullen neben dem Altar von Heinrich von Bozen.

Patrone von Treviso





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.12.2019

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://it.wikipedia.org/wiki/Fiorenzo_di_Semina
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/51620

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.