Ökumenisches Heiligenlexikon

Gabriel Urgebadze

georgischer Name: მამა გაბრიელი
Taufname: Goderdzi -- ურგებაძე

Gedenktag orthodox: 2. November

Name bedeutet: Gott ist mein Held (hebr.)

Mönch, Priester, Narr um Christi willen
* 26. August 1929 in Tiflis / Tbilissi in Georgien
2. November 1995 in Mtskheta in Georgien


Gabriel Urgebadze
Gabriel Urgebadze

Goderdzi Urgebadze war der Sohn eines 1931 ermordeten Funktionärs der Kommunistischen Partei. Nach dessen frühem Tod wurde Goderdzi fromm erzogen; schon im Alter von zwölf Jahren besuchte er einige Zeit das Nonnenkloster Samtavro in Mzcheta. Nach seinem Dienst in der Armee der Sowjetunion in Batumi 1949 verweigerte er eine anberaumte Heirat; um ihr zu entgehen, begab er sich freiwillig in eine psychiatrische Klinik; dort begann er zu predigen. Er wurde dann entlassen und der Obhut seiner Mutter anvertraut. Im Garten seines Elternhauses in der Tetritskaro-Straße in Tiflis begann er mit seinen eigenen Händen mit dem Bau einer Kirche. 1953 wurde er Mesner an der Zionskirche, 1955 Diakon an der Peter-und-Paul-Kirche seiner Heimatstadt und kurz darauf zum Mönch ordiniert mit dem Namen Gabriel - nach dem Vorbild von Gabriel Mtaz'mindeli. Weil er an chronischer Schizophrenie litt, wurde er 1956 wieder entlassen.

Weil Gabriel Urgebadze 1965 während der Parade zum 1. Mai in der Innenstadt von Tiflis das am Gebäude des Ministerrates angebrachte Banner des Gründers der Sowjetunion, Wladimir Iljitsch Lenin, in Brand steckte, wurde er verhaftet und sieben Monate lang im Gefängnis Nr. 1 eingesperrt. Als Narr um Christi willen zog er dann predigend durch die Straßen von Tiflis. 1971 wurde er durch Kathalikos Ephrem II. und Metropolit Ilia zum Priester geweiht und im Nonnenkloster Samtavro in Mzcheta eingesetzt, wo er seine Zelle in einem eigenen Turm einrichten konnte. In den letzten Jahren seines Lebens erkrankte er schwer an Ödemen, zudem brach er sich ein Bein und konnte nicht mehr gehen; er lag dann eineinhalb Jahre bis zu seinem Tod im Bett.

Gabriel Urgebadze wurde auf dem Kirchhof des Klosters Samtavro begraben, sein Grab wurde zum Wallfahrtsort, an dem sich zahlreiche Wunderheilungen vollzogen. 2014 wurden seine Gebeine erhoben und in eine Krypta im Kloster Samtavro übertragen.

Kanonisation: Gabriel Urgebadze wurde 2012 von der georgischen Orthodoxen Kirche heiliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.12.2022

Quellen:
• https://en.wikipedia.org/wiki/Gabriel_Urgebadze - abgerufen am 20.12.2022
• https://www.orthodoxy.ge/biografiebi/beri_gabrieli_tskhovreba.htm - abgerufen am 20.12.2022
• https://www.monkgabriel.ge/eng/life.htm - abgerufen am 20.12.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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