Ökumenisches Heiligenlexikon

Gerhard I. von Fontenelle

französische Namen: Gérard, Giraud auch: Girald, Girald, Girard

Gedenktag katholisch: 29. November

Name bedeutet: der Speerstarke (althochdt.)

Abt in Saint-Arnoul und Fontenelle
* in Mantes, heute Mantes-la-Jolie bei Paris in Frankreich
29. November 1029 in Fontenelle, heute St-Wandrille bei Rouen in Frankreich


Gerhard war ein Schüler von Gerbert von Aurillac, der später als Silvester II. Papst wurde und dessen Schule in Reims damals eine der berühmtesten war. Er setzte seine Studien nach 990 fort bei Fulbert in Chartres, der auch eine sehr berühmte Schule gegründet hatte. Dann wurde Gerhard Benediktinermönch in Lagny - dem heutigen Lagny-sur-Marne und dann Prior im Priorat - das 1008 zur Abtei wurde - Saint-Arnoul in Crépy - dem heutigen Crépy-en-Valois - an der Oise. 1006 wurde er durch Richard II., dem Herzog der Normandie, als Abt nach Fontenelle berufen.

Gerhard ließ die Kirche in Fontenelle neu errichten, aber kurz nach der Fertigstellung wurde sie 1012 durch Blitzschlag zerstört; den Wiederaufbau leitete Gerhard umgehend ein, die Fertigstellung 1033 erlebte er aber nicht mehr. In seiner Zeit wurden die Gebeine von Wolfram (Oufran) aufgefunden und in einen silbernen Schrein gelegt. Er selbst wurde am Eingang des von ihm errichteten Kapitelsaales ehrenvoll begraben. Gerhards Reformwille und Strenge stießen auf Widerstände, bis einer der Mönche ihn in der Nacht auf den ersten Adventssonntag im Schlaf ermordete.

1672 wurden Gerhards Gebeine wiedergefunden nebst einer dabei befindlichen Inschrift, auf der seine Würde und seine Todesart verzeichnet stand.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.12.2019

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://nominis.cef.fr/contenus/saints/9804/Saint-Giraud.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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