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Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Leonardi

italienischer Name: Giovanni


Johannes Leonardi, Sohn einer Bauernfamilie, wurde 1567 Apothekergehilfe in Lucca. In der Begegnung mit den armen Menschen dort erkannte er seine Berufung zum Priestertum und schloss sich den von Johannes Colombini gegründeten Missionaren an, die damals unter der Aufsicht von Dominikanern standen. 1572 wurde er zum Priester geweiht und wirkte in Lucca. Sein Augenmerk galt besonders der Bekämpfung aller reformatorischer Bestrebungen, die in jener Zeit auch in der Toskana stark verbreitet waren. Hierzu verfasste er pädagogisch ausgerichtete Lehrbücher. Seine Dottrina cristiana, Christenlehre, wurde in Lucca bis ins 19. Jahrhundert als Katechismus verwendet. Johannes gründete die Gesellschaft der christlichen Lehre zur Erziehung Jugendlicher und 1574 die Kongregation der Reformierten Priester, die späteren RegularklerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. der Mutter Gottes, deren Ziel vor allem die schulische Unterweisung der Bevölkerung war.

Gedenktafel am Gebäude der Stadtverwaltung, das heute an der Stelle der ehemaligen Kirche Santa Galla steht
Gedenktafel am Gebäude der Stadtverwaltung, das heute an der Stelle der ehemaligen Kirche Santa Galla steht

Johannes wurde dann durch Missgunst, Neid und Verdächtigungen vertrieben und ging nach Rom, wo er nun an der - 1928 unter Diktator Mussolini abgerissenen und durch ein Verwaltungsgebäude ersetzten - Kirche Santa Galla wirkte und wohnte. Hier förderte er die Verehrung des dort bewahrten Marienbildes, das der Überlieferung zufolge 524 die Menschen in Rom vor einer Pestepidemie bewahrte und war 1603 beteiligt an der Gründung des Kollegiums Urbania, dessen Aufgabe die Verbreitung des Glaubens war; das Kollegium wurde dann zum Ausgangspunkt für die Entstehung von Priesterseminaren für Missionare, besonders des päpstlichen Instituts Propaganda Fide, des heutigen Päpstliches Institut für auswärtige Mission. Im Auftrag von Papst Clemens VIII. reformierte Johannes verschiedene Kongregationen, er förderte das Schul- und Krankenhauswesen und wurde der Lehrer von Filippo Neri, der zu ihm gesagt haben soll: Du bist zwar ein Heiliger. Aber pass' auf, dass Du auch einer bleibst!.

Ebenfalls im Auftrag des Papstes wirkte Johannes ab 1592 in Neapel, 1593 an der Reform der Benediktinerkongregation vom Monte Vergin, ab 1602 als Volksprediger. Johannes starb bei der Pflege Pestkranker.

Johannes wurde in der damals neuen Kirche Santa Maria in Portico in Campitelli in Rom bestattet.

Liegefigur in der Kirche Santa Maria in Portico in Campitelli in Rom
Liegefigur in der Kirche Santa Maria in Portico in Campitelli in Rom

Der Orden der RegularklerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. der Mutter Gottes wurde 1614 vom Papst anerkannt.

Im Jahr 2006 wurde Johannes Leonardi von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung zum Patron der Apotheker ernannt. In einer Nische der Außenwand des Petersdoms steht seit 2007 eine Statue von Giovanni Leonardi, ein Werk des italienischen Künstlers Paolo Cavallo.

Kanonisation: Johannes wurde am 10. November 1861 selig- und am 17. April 1938 von Papst Pius XI. heiliggesprochen.
Patron der Apotheker

Die Kirche Santa Maria in Portico in Campitelli in Rom ist täglich von 7 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.06.2017

Quellen:

• http://www.zenit.org/article-15042?l=german
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• Infotafel in der Kirche Santa Maria in Portico in Campitelli in Rom

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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