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Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Leonardi

italienischer Name: Giovanni


Johannes Leonardi, Sohn einer Bauernfamilie, wurde 1567 Apothekergehilfe in Lucca. In der Begegnung mit den armen Menschen dort erkannte er seine Berufung zum Priestertum und schloss sich 1567 den von Johannes Colombini gegründeten Missionaren an, die damals unter der Aufsicht von Dominikanern standen. 1571 wurde er zum Priester geweiht und wirkte in Lucca in der Glaubensunterweisung von Kindern und Erwachsenen nach den Beschlüssen des wenige Jahre zuvor abgeschlossenen Konzils von Trient. Sein Augenmerk galt besonders der Bekämpfung aller reformatorischer Bestrebungen, die in jener Zeit auch in der Toskana stark verbreitet waren. Hierzu verfasste er pädagogisch ausgerichtete Lehrbücher. Seine Dottrina cristiana, Christenlehre, wurde in Lucca bis ins 19. Jahrhundert als Katechismus verwendet. Johannes gründete die Gesellschaft der christlichen Lehre zur Erziehung Jugendlicher und 1574 die Kongregation der Reformierten Priester, die späteren RegularklerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. der Mutter Gottes, deren Ziel vor allem die schulische Unterweisung der Bevölkerung war.

Gedenktafel am Gebäude der Stadtverwaltung, das heute an der Stelle der ehemaligen Kirche Santa Galla steht
Gedenktafel am Gebäude der Stadtverwaltung, das heute an der Stelle der ehemaligen Kirche Santa Galla steht

Johannes wurde dann durch Missgunst, Neid und Verdächtigungen vertrieben, weil viele KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. und Laien sein Wirken im Sinne des Konzils von Trient vehement bekämpften. Er ging nach Rom, um die päpstliche Anerkennung seiner Kongregation zu erlangen; die Stadt Lucca erließ auf Druck seiner Widersacher ein Dekret, das ihn wegen Störung der öffentlichen Ordnung aus seiner Heimatstadt verbannte, was ihm die Heimkehr unmöglich machte. In Rom wirkte und wohnte er nun an der Kirche Santa Maria in Portico. Hier förderte er die Verehrung des dort bewahrten Marienbildes, das der Überlieferung zufolge 1524 die Menschen in Rom vor einer Pestepidemie bewahrt hatte. Er war in der Volkskatechese tätig und an der Reform von Ordensgemeinschaften beteiligt und pflegte enge Kontakte zur KurieAls römische Kurie (von lateinisch curare = „pflegen, sich kümmern”) werden seit dem 11. Jahrhundert die Leitungs- und Verwaltungsorgane der katholischen Weltkirche in Rom genannt. Die Kurie ist für die Gesamtkirche zuständig, nicht für die Regierung des Staates Vatikan.. 1603 war er zusammen mit Jesuiten beteiligt an der Gründung des Kollegiums Urbania - damals im Palazzo di Propaganda Fide -; das Kollegium wurde zum Ausgangspunkt für die Entstehung von Priesterseminaren für Missionare, besonders des päpstlichen Instituts Propaganda Fide, des heutigen Päpstlichen Instituts für auswärtige Mission. Johannes förderte das Schul- und Krankenhauswesen und war eng befreundet mit Philipp Neri, der zu ihm gesagt haben soll: Du bist zwar ein Heiliger. Aber pass' auf, dass Du auch einer bleibst!.

Im Auftrag von Papst Clemens VIII. wirkte Johannes ab 1592 in Neapel, um in Klöstern für die Umsetzung der Reformen zu sorgen, v. a. in Sachen Vergebung von Ämtern, Unterbindung der Einmischung von Laien und Errichtung funktionierender Noviziate. 1593 arbeitete er auch an der Reform der Benediktinerkongregation vom Monte Vergin, ab 1602 als Volksprediger. Er starb bei der Pflege Pestkranker.

Johannes wurde in seiner Kirche Santa Maria in Portico bestattet. Als für das dort verehrte Marienbild wegen des großen Andrangs die neue Kirche Santa Maria in Portico in Campitelli errichtet wurde und 1667 das Gnadenbild dorthin gebracht wurde, wurden seine Gebeine auch dorthin übertragen; hier befindet sich bis heute der Sitz des Generalats der Kongregation der RegularklerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. der Mutter Gottes. Die seitherige Kirche Santa Maria in Portico wurde damals der Galla von Rom neu geweiht, sie wurde 1928 unter Diktator Mussolini abgerissenen und durch ein Verwaltungsgebäude ersetzt.

Liegefigur in der Kirche Santa Maria in Portico in Campitelli in Rom
Liegefigur in der Kirche Santa Maria in Portico in Campitelli in Rom

Der Orden der RegularklerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. der Mutter Gottes wurde 1614 vom Papst anerkannt.

Im Jahr 2006 wurde Johannes Leonardi von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung zum Patron der Apotheker ernannt. In einer Nische der Außenwand des Petersdoms steht seit 2007 seine Statue, ein Werk des italienischen Künstlers Paolo Cavallo.

Kanonisation: Johannes wurde am 10. November 1861 selig- und am 17. April 1938 von Papst Pius XI. heiliggesprochen.
Patron der Apotheker

Die Kirche Santa Maria in Portico in Campitelli in Rom ist täglich von 7 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.10.2018

Quellen:

• http://www.zenit.org/article-15042?l=german
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• Infotafel in der Kirche Santa Maria in Portico in Campitelli in Rom
• https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/09-Oktober-Der-Wochenheilige;art312,192421

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.