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Ökumenisches Heiligenlexikon

Hadeloga von Kitzingen

auch: Hadelog, Adeloga, Hadelauga, Adelheid

Gedenktag katholisch: 2. Februar

Name bedeutet: die im Kampf Schlaue (althochdt.)

Klostergründerin, Äbtissin
* um 710
† 13. März (?) um 750 in Kitzingen bei Würzburg in Bayern


Hadeloga war der Überlieferung nach eine Tochter von Karl Martell, gelobte schon früh Jüngfräulichkeit und wurde deshalb von ihrem Vater verstoßen. 732 1 gründete sie demnach in Kitzingen ein Doppelkloster nach der Regel der Benediktiner und wurde dort die erste Äbtissin des Frauenklosters. Nach Jahren söhnte sie sich mit ihrem Vater aus, der das Kloster reich beschenkte.

Tatsächlich stammte Hadeloga wohl aus der begüterten ostfränkischen Familie der Mattonen. Ihre Lebensbeschreibung stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist mit Legenden angereichert. Die Gründung der Stadt Kitzingen in der Zeit von Bonifatius ist bezeugt, in einer gefälschten Urkunde des Bischofs Heinrich I. von Würzburg aus dem Jahr 1012 wird diese Gründung mit einer Hadelog als Stifterin in Verbindung gebracht. Thekla von Kitzingen wird wohl Hadelogas Nachfolgerin als Äbtissin gewesen sein.

Hadelogas Reliquien lagen in Kitzingen, sie wurden 1525 beim Bauernaufstand vernichtet.

Patronin gegen Fieber

1 In der Lebensbeschreibung über Sturmius von Fulda wird von der Existenz des Klosters Kitzingen im Jahr 748 und Hadeloga als erster Äbtissin berichtet. Da das Kloster wohl einige Jahre vorher errichtet worden war, nennt die Stadt Kitzingen heute das Jahr 745 als ihr Gründungsjahr.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.12.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVII, Herzberg 2000
• de.wikipedia.org/wiki/Kitzingen
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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