Ökumenisches Heiligenlexikon

Hermann von Niederaltaich

Gedenktag katholisch: 28. Dezember

Name bedeutet: der Heeresmann (althochdt.)

Einsiedler
* in Heidelberg in Baden-Württemberg
28.Dezember 1326/1327 (?) in Frauenau bei Zwiesel in Bayern


Statue in der Pfarrkirche in Frauenau
Statue in der Pfarrkirche in Frauenau

Hermann wurde Prämonstratensermönch im Kloster Steinfeld - dem heutigen Ortsteil von Kall bei Euskirchen. Um 1320 trat er zusammen mit seinem Bruder Otto ins Kloster der Benediktiner in Niederaltaich ein und war auch dort Laienbruder. Er lebte dann als Einsiedler, zunächst an der Stelle der heutigen Wallfahrtskirche in St. Hermann bei Bischofsmais, ab 1322/1324 nahe Frauenau, wo er an der Stelle der heutigen Kapelle lebte.

Die Menschen brachten Hermann hohe Verehrung entgegen, seinen Sarg begleiteten viele Menschen zum Grab vor der Tür der Kirche des Klosters im nahen Rinchnach. Kurz nach Hermanns Tod errichteten die Laienbrüder Hartwig und Otto von Degenberg - der heutigen Burgruine in Schwarzach bei Straubing - 1 in der Nähe eine Maria geweihte Kapelle, aus der die heutige Kirche und dann der Ort Frauenau wuchsen.

Hermann wird besonders in der Wallfahrtskirche St. Hermann in Bischofsmais verehrt, wo nebenan seine Einsiedelei gezeigt wird. Am 10. und am 24. August wurde dort früher das Hirmon-Hopsen begangen, bei dem ein hölzerne Hermannsfigur mit beweglichem Kopf die Hauptrolle spielte und als Orakel diente: Nickte das Haupt, war dies das Zeichen, dass Bitten und Anliegen erhört wurden; das Hirmon-Hopsen galt besonders als Heiratsorakel.

1 Otto von Degenberg wird des öfteren mit Otto von Niederaltaich, dem dann fälschlicherweise die Übernahme der Einsiedelei bei Frauenau und der Bau der Kirche des Ortes zugeschrieben wird.

Die Wallfahrtskirche in St. Hermann bei Bischofsmais ist von Ostern bis in die erste Novemberwoche tagsüber geöffnet. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.03.2021

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVII, Herzberg 2000
• http://www.bischofsmais.de/touristinfo/ferienortbischofsmais/sankthermann/994
• Josef Dengler: Rinchnach. Kunstverlag Peda, Passau 2010

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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