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Ökumenisches Heiligenlexikon

Hilarion von Gaza

Beiname: der Große


Hilarion studierte der Überlieferung zufolge in Alexandria und schloss sich dann Antonius in Tabennisi - beim heutigen Dandara - an. Schließlich lebte er selbst Einsiedler, als erster in der Wüste von Maiuma - an der Stelle des späteren Constantia und heutigen Hafen von Gaza - in Palästina. Den Wundertätigen suchten viele Menschen auf, es entstand eine Mönchssiedlung. Um 360 floh er vor ihnen und der Christenverfolgung unter Kaiser Julian Apostata in Begleitung seines Schülers Hesychius von Gaza nach Ägypten; sie kamen nach Bruchium bei Alexandria, dort blieben sie ein Jahr, trennten sich dann und Hilarion reiste nach Sizilien, wo ihn Hesychius nach drei Jahren wiederfand; gemeinsam begaben sie sich nach Epidauros - das heutige Cavtat - in Dalmatien und dann nach Zypern. Hilarion wollte danach wieder nach Ägypten aufbrechen, Hesychius aber überredete ihn, weiter ins Landesinnere an eine abgeschiedenere Stelle vorzudringen. Hilarion blieb nun dort, nach dem Zeugnis des Hieronymus immer wieder mit Dämonen kämpfend, während Hesychius mehrfach die Mönche in Maiuma aufsuchte. Nach einer Rückkehr fand Hesychius Hilarion als Leichnam, blieb fast zehn Monate in der Einsiedelei, um eventuelle Wegelagerer zu täuschen, und brachte dann den toten Hilarion nach Maiuma, wo er ihn unter größer Anteilnahme der Mönche und des Volkes 373 bestattete.

Hilarion gilt als der Begründer des Mönchtums in seiner Heimat. Die Nachrichten über ihn stammen nur von Hieronymus, der vor 392 seine Lebensgeschichte verfasste. Seine Verehrung in der Ostkirche begann gleich nach seinem Tod, sie gelangte bis nach Italien und Frankreich. In Duravel in Frankreich werden seine angeblichen Gebeine bewahrt. Auf Zypern tragen viele Kirchen seinen Namen.

Francisco Villamena (zugeschrieben): Hilarion, um 1600
Francisco Villamena (zuges25.10.2016ken">

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Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 25.10.2016

Quellen:

• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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