Ökumenisches Heiligenlexikon

Humbelina von Jully-sur-Sarce

auch: Humberga

1 Gedenktag katholisch: 12. Februar
nicht gebotener Gedenktag im Trappisten- und Zisterzienserorden

Name bedeutet: die sehr Große (althochdt.)

Priorin in Jully-sur-Sarce
* um 1095in Fontaine-lès-Dijon bei Dijon in Frankreich
† um 1139 in Jully-sur-Sarce bei Troyes in Frankreich


heutige Kirche in Jully-sur-Sarce
heutige Kirche in Jully-sur-Sarce

Humbelina war eine Tochtr der adligen, begüterten und frommen Familie in der Burg in Fontaine-lès-Dijon. Ihr Vater Tezelin le Saur stand in Diensten des Herzogs von Burgund, ihre Mutter war Aleth; damit war sie die Schwester von Bernhard von Clairvaux. Sie wurde angeblich von diesem wegen ihrer weltlichen Gesinnung kritisiert und auf das Vorbild ihrer Mutter hingewiesen. Mit Einverständnis ihres Ehemanns trat sie dann ins damalige Filialkloster der Benediktiner in Jully-sur-Sarce bei Troyes ein, wo sie 1128 Priorin wurde.

Gemälde: Humbelina, sitzend und lesend, im Kreis von wichtigen Zisterzienserinnen</a>, 1635, in der Abtei Marienlof in Kerniel-Borgloon in Belgien
Gemälde: Humbelina, sitzend und lesend, im Kreis von wichtigen Zisterzienserinnen, 1635, in der Abtei Marienlof in Kerniel-Borgloon in Belgien

Kanonisation: Humbelinas Verehrung als Selige wurde 1703 bestätigt.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.10.2026

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• https://www.santiebeati.it/dettaglio/36020 - abgerufen am 19.07.2023

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.